BARßEL - In einem festlichen Rahmen feierte die Kolpingfamilie Barßel ihr 75-jähriges Jubiläum. Präses Pfarrer Hermann Bergmann und der ehemalige Präses Pfarrer Aloys Bornhorst aus Emstek zelebrierten die Messe in der Pfarrkirche St. Cosmas und Damian. Im Pfarrheim versammelte sich die große Barßeler Kolpingfamilie zu einem Festakt. Vorsitzender Hans Geesen, der den Barßeler Gesellenverein seit 28 Jahren vorsteht, ließ in seiner Ansprache die 75 Jahre Revue passieren. Dreimal richtete man den Kolpingtag des Oldenburger Landes aus. 1950 fand das 46. Oldenburger Gesellen Bundesfest in Barßel statt. „Die Kolpingfamilie Barßel war immer ausgerichtet kreativ, kritisch und konstruktiv in Kirche und Gesellschaft mitzumischen. Das ist ein wesentlicher Teil unserer Arbeit vor Ort gewesen und ist es auch heute noch nach 75 Jahren“, sagte Geesen. Man lebe nach dem Vorbild von Adolph Kolping und man habe die Rolle des Gesellvaters übernommen die

Lebenssituation der Jugend zu begleiten und ein Partner zu sein.

„Die Jugend soll ihre eigenen Weg gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden“, meinte der Vorsitzende. „Es gehörte vor 75 Jahren viel Mut dazu, eine Kolpingfamilie zu gründen. Die Gründer mussten schon gegen den Strom der damaligen Zeit schwimmen und es war nicht üblich, einen Gesellverein ins Leben zu rufen. Aber ist nun wieder eine Zeit, in der man gegen den Strom schwimmen müsste“, ermahnte Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen. Kolping müsse attraktiv bleiben. Da mache sie sich bei der bei Jubiläumsfamilie keine Sorgen. „Barßel ist allemal überlebensfähig“, so Hüllen. Der stellvertretende Landrat Hartmut Frerichs sprach von einer schlagkräftigen Barßeler Kolpingfamilie. Er forderte die Verantwortlichen auf, in ihrem Engagement nicht nachzulassen, da die christlichen Werte immer mehr nachließen. „Der Barßeler Gesellenverein zeichnet sich durch ein hervorragendes Gemeinschaftsleben aus. Man stelle sich immer wieder den neuen

Herausforderungen“, meinte Bürgermeister Bernd Schulte. Als „Vorzeigekolpingfamilie“ bezeichnete die stellvertretende Landesvorsitzende Elisabeth Storck das Geburtstagskind. So lobte besonders das langjährige Engagement des Vorsitzenden Hans Geesen. Diese Lobeshymnen zogen sich wie ein roter Faden durch den Festakt, der mit einem gemütlichen Beisammensein und dem Kolpinglied endete.