Barßel - Eine für viele Kirchenbesucher neue Dimension von Musik war am vergangenen Freitagabend in der Kirche Ss. Cosmas und Damian in Barßel bei „Horn trifft Orgel“ zu hören. Das Stapelfelder Parforce Ensemble brachte mit Naturhorn und Orgel eine ungewöhnliche Instrumentalbesetzung zu Gehör. Der in einem Gotteshaus seltene Zusammenklang ertönte unter der Leitung des ehemaligen Landesmusikdirektors Helmut Krause.
Die weiche und warme Klangfarbe der Hörner und die gefühlvolle, wohltuende Klangfülle der Orgel, an der Karsten Klinker die Register zog, kamen eindrucksvoll zur Geltung. Im ersten Teil des Konzertes präsentierten die Musiker Ausschnitte aus einer französischen Hubertusmesse. Mit „Marche d’Entrée“ erlebte das Konzert eine kraftvolle Einstimmung. Markant war, dass während der kompletten Liturgie ausschließlich die Parforcehörner eine musikalische Rolle spielen.
Im zweiten Konzertteil gab es einen Zeitsprung um zwei Jahrhunderte. Den Auftakt machte „Le Rendezvous de Chasse“ von Giocchinio Rossini und endete mit „Rondo“ von Wolfgang Amadeus Mozart.
Der Schlussteil stand unter dem Motto „Phantasievolle Hornmusik“. Die Besucher erlebten beim Titel „L’Écho des Vosges“, wie schön das Echo der Vogesen klingen kann, wenn es aus den großen Schalltrichtern der Parforcehörner zu hören ist.
Die letzten beiden Stücke machten hörbar, wie unterschiedlich Parforcemusik sein kann: Das erste Lied „Hunyadi“ kam mit spritzig wilder Ausgelassenheit daher, das zweite „Kein schöner Land“ mit Sanftheit.
Der lang anhaltende Beifall der Besucher zeigte, dass Orgel und Parforcehörner sich in harmonischer Weise trafen und dass auch der Geschmack der Besucher getroffen wurde. Die Zugabe war das Lied „Sortie de Messe“ von Jules Cantin zum Auszug aus der Hubertusmesse.
