Barßel - „Die Rückkehr der Lebenspflückerin“ heißt der Roman von Regine Kölpin aus Friesland, in dem sich vieles um mysteriöse Morde und um die voranschreitende Reformation im 16. Jahrhundert dreht. Die 54-jährige Autorin las am vergangenen Sonntag im Barßeler Pfarrheim aus ihrem Roman vor. Dazu eingeladen hatte die Katholische Öffentliche Bücherei in Barßel. „Die meisten Leser kennen die Bücher über die Hebamme Hiske. In ihrem Buch ist die Lebenspflückerin von Jever in die Herrlichkeit Gödens geflohen. In Jever war sie als Hexe in das Visier von Fräulein Marie geraten. In Gödens wird sie mit den neuen Religionen konfrontiert. Hier lernt sie den Arzt Jan Valken­steyn kennen und lieben“, begrüßte zu Beginn die Leiterin der Bücherei, Ursula Kruckemeyer, die Lesefreunde.

In ihren Romanen um die Hebammer Hiske Aalken spielt die Geschichte, die Liebe und der Mord eine große Rolle. „Diese Mischung macht ihre Romane so lesenswert“, sagte Kruckemeyer. Von Beginn an versteht der Roman, den Leser zu fesseln, mitzunehmen in die Zeit des 16. Jahrhunderts, einer sehr geschichtsträchtigen Zeit voller religiöser Auseinandersetzungen, dem Fortschreiten der Reformation und einem Interim des Kaisers zugunsten des Katholizismus.

Regine Kölpin schreibt flüssig, leicht lesbar, die Charaktere wirken authentisch, zu manchen fühlt man sich als Leser hingezogen und manche verursachen ein zwiespältiges Gefühl, heißt es. Von Beginn an werde ein Spannungsbogen erzeugt, der den Leser mitnimmt. „Es ist ein auf geschichtlichen Fakten basierender historischer Roman, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt, spannende Einblicke in die religiösen Umtriebe vermittelt und ein Lesegenuss für Freunde von historischen Romanen ist“, so Kruckemeyer, „man möchte immer weiterlesen um herauszufinden, ob ein Zusammenhang zwischen den Morden besteht. Das Ende lässt eine Überraschung erwarten.“ Die Gäste im Pfarrheim wurden jedenfalls bestens unterhalten.