BARßEL - „Das Jahr 2009 war für die Kultur-Scheune sehr turbulent. Und es zeigte sich, dass sich die Kultur-Scheune definitiv zu einem Theater entwickelt“, stellt Rainer Pagel fest. So spielen jetzt zwei Theater-Gruppen, nämlich „Text-Fest“ und „Startisten“, fest in der Barßeler Kultur-Scheune, wie der Leiter der Kulturstätte berichtet. So bestreiten die Schauspieler von „Text-Fest“ grundsätzlich das Theaterprogramm vor den großen Sommerferien, während die „Startisten“ nach den Ferien auf den Barßeler Bühnenbrettern stehen.
Das neu gegründete Ensemble „Text-Fest“ debütierte im Juni diesen Jahres sehr erfolgreich mit dem Stück „Schlafzimmergäste“ von Alan Ayckbourn (NWZ berichtete). Dabei sorgten nicht nur die Schauspieler mit ihrem humorvollen Stück für Lachsalven, sondern auch einzelne Zuschauer, die – passend zum Inhalt des Stückes – als Schlafzimmergäste im Schlafanzug zur Aufführung erschienen waren.
Während das Ensemble „Text-Fest“ noch sehr jung ist, können die „Startisten“ in der Kultur-Scheune schon auf eine lange Tradition zurückblicken, wie Rainer Pagel berichtet. Zu den Höhepunkten ihres bisherigen künstlerischen Schaffens gehörten die Aufführungen der Stücke „Die Schatzinsel“ von Robert Stevenson, „Tintenherz“ von Cornelia Funke sowie „Der Hund von Baskerville“ von Sir Arthur Conan Doyle. Im September lieferten sie vor Barßeler Publikum eine gekonnte Inszenierung des Stückes „Ladykillers“ von William Rose (NWZ berichtete) ab.
Neben gelungenen Aufführungen konnten sich die Kultur-Scheunen-Künstler um ihren Leiter Rainer Pagel in diesem Jahr auch über ein neues Dach für ihre Einrichtung freuen. Dank der großzügigen Aktion einer Bäckerei, die ihren Erlös aus dem Verkauf von Backwaren während eines Stückes den Kulturfreunden zur Verfügung stellte, wurde für künftige Auftritte ein sogenannter Verfolgungsscheinwerfer im Wert von 1952 Euro gekauft.
Auch für das kommende Jahr haben die Ensembles der Kultur-Scheune einiges im Programm. So proben die „Text-Fest“-Darsteller derzeit für den Comedy-Thriller „Schau nicht unters Rosenbeet“ von Norman Robbins. Das Stück soll Ende Mai bis Juni 2010 zur Aufführung kommen. „Dieses Stück ist nichts für Besucher mit schwachen Nerven“, warnt Rainer Pagel schon mal im voraus.
