BARßEL/SATERLAND - Badeseen, Museen, Restaurants und Hotels – Wer auf der Moorerlebnisroute durch Barßel und das Saterland fährt, verpasst keine Sehenswürdigkeit. Ein akustischer Gästeführer informiert über die wichtigen Punkte entlang der Strecke. Am Mittwoch präsentierte die „Interessengemeinschaft Moorerlebnisroute“ das neue Gerät.
Stimme aus Lautsprecher
Radfahrer und Fußgänger können zum Beispiel am Hollener See die Stimme von Hans Bunger, der die Informationen aufgesprochen hat, hören. „Der Hollener See ist fünf Hektar groß. Er ist ein idealer Badesee. Im Sommer ist die DLRG zur Stelle, falls etwas passiert“, erklingt es dann aus dem Lautsprecher.
Wer weiter in Richtung Barßel fährt, wird auf das Moor- und Fehnmuseum ebenso aufmerksam gemacht wie auf die Brücken am Elisabethfehnkanal. In Barßel sollten Radfahrer langsamer in die Pedale treten, um alle Informationen zu hören, bevor sie den Ort durchquert haben. Ob Ebkenssche Windmühle oder der Leuchtturm am Barßeler Hafen, alles wird angesprochen. Plattdeutsch wird die Ansage in Ostrhauderfehn. Der Hinweis auf das Melkhuske erklingt in ostfriesischem Platt. Für Touristen werden die Informationen ins Hochdeutsche übersetzt.
Zwei Routen zur Auswahl
Der akustische Gästeführer, ein kleiner Taschen-PC (genannt PDA), wird in einer Tasche am Lenker transportiert. Über Lautsprecher können mehrere Fahrer gleichzeitig den Beschreibungen lauschen. Vor Fahrtantritt müssen die Radtouristen nur wählen, ob sie die Route mit oder gegen den Uhrzeigersinn befahren wollen.
Insgesamt sind über 80 Informationspunkte auf der 100 Kilometer langen Strecke, die durch die Gemeinden Barßel, Saterland, Esterwegen, Rhauderfehn und Ostrhauderfehnführt, verteilt. Um alle interessanten Punkte aufzunehmen, haben die Vertreter aller Gemeinden, die in der Interessengemeinschaft aktiv sind, die Sehenswürdigkeiten, Freizeit- und Einkehrmöglichkeiten zusammengetragen. Vier Tage lang fuhr Hans Bunger gemeinsam mit der Herstellerfirma DFB-Production die Strecke ab, um die Koordinaten aufzunehmen.
Technik im Freizeitbereich
„Die Technik hält auch in den Freizeitbereich Einzug“, sagt Günter Haders, Bürgermeister der Gemeinde Rhauderfehn. Die Interessengemeinschaft hofft, mit dem neuen Angebot die Attraktivität der Route zu steigern.
„Wir haben zunächst fünf Mini-PCs bestellt“, teilt Jens Lindstädt, Geschäftsführer vom Touristikverein „Erholungsgebiet Barßel-Saterland” und Mitglied der Interessengemeinschaft mit. Finanziert werden die Geräte über eine Leihgebühr. Wenn sie gut angenommen werden, sollen weitere bestellt werden.
