BARßEL - BARßEL/CPA - Für rund zwei Stunden versprühte der Chor „Stimmbrand“ während seines zweiten Sommerkonzertes ein wenig vom Flair der Hauptstadt in der Diele des Müllerhauses in Barßel. Denn das musikalische Motto lautete „Denk an Berlin ich . . .“.

Unter der Leitung von Martin Engbers eröffnete der Chor das Konzert mit dem Stück „Ich brauche keine Millionen“, das an Johannes Heesters erinnert. Das zweite Lied „Berlin is ja sooo jroß“ war eine Hommage an den Berliner Humor. Mit den Liedern „Rebbe Elemeilich“ und „Shalom“ rief der Chor zu Frieden und Toleranz gegenüber den jüdischen Mitbürgern auf, während das Stück „Chanson d‘ amour“ an die Besatzungszeit erinnerte.

Die Zeit der Deutschen Teilung spiegelten die Lieder „Ist das der Sonderzug nach Pankow“ (Udo Lindenberg) und „Über den Wolken“ (Reinhard Mey) wieder. Als Moderator Dr. Joachim Niemeier die Zuschauer fragte, was ihnen musikalisch zum Thema Mauerfall einfällt, war allen klar, was folgen musste: „Marmor, Stein und Eisen bricht“ – Drafi Deutschers Erfolgshit.

Zum Abschluss des Konzertes wurde es in der Diele des Müllerhauses dunkel. Für ein wenig Licht sorgte nur der Schein der Kerzen. „Good night, sweetheart“ sang der Chor und beendete damit seine musikalische Reise durch die Hauptstadt der Bundesrepublik.

Allerdings nicht ohne eine Zugabe, versteht sich. „Jetzt haben wir den Salat“, meinte Niemeier dazu scherzhaft. Die Besucher des Konzertes gingen gleichwohl mit dem Gefühl nach Hause, einen wunderschönen Abend erlebt zu haben.