BARßEL - Die Wetterstation zeigte am Sonntag gerade mal zehn Grad an. Eigentlich ein wenig zu kalt für eine Freiluftveranstaltung. Doch im Seemannsdorf Barßel ist man hart gesotten und so trotzten auf dem Straßenfest viele Besuchern der kühlen Witterung und erwärmten sich an den vielen Ständen.

Die neunte Auflage dieser Veranstaltung hatte Interessantes zu bieten. So fand am Nachmittag wieder das beliebte Bettenrennen auf der Ammerländer Straße statt. Die ausrangierten Krankenhausbetten sausten – von starken Anschiebern auf Fahrt gebracht – über den Asphalt. Bestaunt von zahlreichen Menschen, die die „Rennstrecke“ zu beiden Seiten säumten und so das Ereignis nah verfolgten konnten.

Mit verrückten Kostümen und großem Wagemut waren die Mannschaften angetreten, um den schnellsten Bettenpiloten zu küren. Die Lange Straße und die Ammerländer Straße waren dazu für den Verkehr gesperrt und in eine Rennstrecke umgewandelt worden.

Die Besucher staunten nicht schlecht über die vielen Unterhaltungsangebote, die der Arbeitskreis „Straßenfest“ des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Barßel für sie aufgeboten hatte. Mit vielen Vergnügungs- und Verzehrständen gab es für große und kleine Gäste keine Langeweile. Mit Pauken und Trompeten marschierte die „Jigger Bigger Band“ aus Enschede über das Straßenfest und sorgte musikalisch für Stimmung unter den Besuchern. Auf der Bühne sorgte die Band „Crossroads“ für Hartrock.

Carsten Schmidt, Kettensägenkünstler aus Thüle, zauberte aus einem Eichenstamm eine Adlerfigur. Seine Kunst verblüffte die Besucher. Zu sehen gab es auch Landmaschinen und Maschinen für Haus und Garten. Das Gremium „Hafenfestlauf“ Barßel warb für den gleichnamigen Lauf beim Torwandschießen. Für Schwung auf der Straße sorgte der Aktiv-Fitness-Club mit einer Spinning-Vorführung und einer Kinder-Tanzgruppe.

Schnäppchenjäger kamen beim Flohmarkt auf ihre Kosten. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit zu einem Einkaufsbummel durch die Barßeler Geschäfte. „Wir sind mit dem Besuch des Straßenfestes sehr zufrieden“, zogen vom HGV-Vorstand Rainer Ennens und Gregor Rohe ein positives Fazit. Die Geschäftsleute zogen beim Straßenfest an einem Strang. Ennens: „Der Erfolg des Festes macht das deutlich“.