BARßEL - Der englische Meisterdetektiv Sherlock Holmes hat schon viele Fälle in seinem Leben gelöst, doch einer gehört mit Sicherheit zu den spannendsten: „Der Hund von Baskerville“. Diesmal versetzte die Bestie aber nicht die Menschen in Dartmoor in Angst und Schrecken, sondern die Besucher der Aufführung des Stückes in der Kulturscheune auf dem Carolinenhof.
Vor rund 200 Besuchern brachte die Barßeler Theatergruppe „Startisten“ am Wochenende diesen Klassiker aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle auf die Bühne. Schon auf dem Hof vor dem Spielort wurden die Theaterbesucher in der Dunkelheit des Carolinenhofes in Nebelschwaden eingehüllt. Da lief den Gästen der erste Schauer über den Rücken, zudem war ein heulender Hund zu hören. Es war der Plot: „Wenn man alles Unwahrscheinliche ausschließt, muss das, was übrig bleibt – und sei es auch noch so unwahrscheinlich – die Wahrheit sein“, hat Doyle seine berühmteste literarische Figur, den Meisterdetektiv Sherlock Holmes, philosophieren lassen.
Der Hund von Baskerville entwickelt sich zu einem besonders verzwickten Fall. Allerdings wäre Holmes nicht Holmes, wenn es ihm am Ende nicht gelingen würde, durch genaue Beobachtung und ein ausgeprägtes Kombinationsvermögen die Geschichte aufzuklären. Jan Oltmanns ist ein formidabler Sherlock Holmes und Stefan Baumann ein ebenso perfekter Dr. Watson. In einer Doppelrolle verkörpert Jan Oltmanns auch noch Geoffrey Lyons, der mit seiner Imitation des unheimlich heulenden Hundes so manchem Besucher einen Schrecken versetzt.
Verdächtig macht sich eigentlich jeder – allen voran Miss Victoria Stapleton (Wiebke Oltmanns). Zudem deren jüngere Schwester Miss Victoria Stapleton (Katja Pagel) und Mr. und Mrs. Barrymore, dargestellt von Benjamin Pagel und Katja Pagel, die im Hause Baskerville Dienst tun. Welche Rolle spielen Dr. James Mortimer (Mirjam Eberlei) und Laura Lyons (Ellen Willms)?
Diese Fragen löst das Ensemble in dem Stück. Dem Grauen tritt die Logik in Person des Sherlock Holmes“ entgegen. Was am Ende passiert, wird nicht verraten, denn es gibt noch weitere vier Aufführungen am 28. und 29. September sowie am 5. und 6. Oktober jeweils um 20 Uhr in der Kultur-Scheune auf dem Carolinenhof.
