Jever - Musikinteressierte dürfen sich am Freitag, 21. November, auf einen besonderen Leckerbissen freuen. Unter dem Motto „Musik über den Gräbern“, einer Kombination aus Vortrag und Konzert, wird Bachsänger Dominik Wörner als Bassbariton in der Stadtkirche Jever Bachkantaten singen. Beginn ist um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Im Anschluss ist bei einem Imbiss noch Gelegenheit zum Gespräch.
Der stimmkräftige, dabei feinsinnig gestaltende Dominik Wörner trat bereits in den wichtigsten Konzertsälen der Welt auf – unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, Royal Albert Hall London, Théâtre des Champs Elysées Paris, Sydney Opera House und die Suntory Hall Tokyo.
Nach einer Einführung durch Pastor Holger Harrack folgt als Experiment ein erläuterndes Werkstatt-Konzert. Der Leiter des Michaelisklosters Hildesheim, Dr. Jochen Arnold, wird in die verschiedenen Kantaten jeweils mit Hilfe musikalischer Beispiele einführen. Zur Aufführung kommen dabei die Bach-Kantaten „Ich habe genug“ (BWV 82), die „Kreuzstabkantate“ (BWV 56) sowie „Der Friede sei mit dir“ (BWV 158). Bassbariton Dominik Wörner wird dabei begleitet von einem Ensemble auf historischen Instrumenten unter Gesamtleitung von Kreiskantor Klaus Wedel.
Die Kantaten verarbeiten Erfahrungen der Trauer und des Kreuzes, blicken aber auch zuversichtlich in eine andere Welt, die voller Licht und Hoffnung auf Erlösung ist. Bachs Dichter vergleicht in der Kreuzstabkantate (BWV 56) unser Leben mit einer Schifffahrt, die allerlei Gefahr, „Betrübnis Kreuz und Not“ enthält. Doch in diese Not hinein spricht Gott selbst und sagt: „Ich bin bei dir; ich will dich nicht verlassen noch versäumen.“
Die Veranstaltung bildet den Abschluss der Veranstaltungsreihe „Erinnern und Endlichkeit“ und „Öffentliche Erinnerungskultur“ im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven in diesem Jahr. Die Reihe war zugleich Auftakt des Kirchenkreises auf dem Weg zum Jubiläum 500 Jahre Reformation, das die evangelische Kirche in Deutschland 2017 feiert. Die Reihe „Reformation und Erinnerungskultur“ wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Universität Oldenburg und dem Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven.
