Martin McWilliam ist gebürtiger Brite aus Südwestengland und lebt seit 1983 im Landkreis Oldenburg. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Scottish Dance. Während der Huder Celtic Days bietet er Tanzkurse an.

Herr McWilliam, wie lange wirken Sie schon bei den Celtic Days mit, und wie ist es dazu gekommen?

McWilliamSeit 2006 oder 2007 bin ich dabei. Einer der Gründer der Celtic Days, Martin von Maydel, war Mitglied in meiner Gruppe und fragte mich, ob ich Interesse hätte, dort Scottish Dance anzubieten.

Was bieten Sie bei den Celtic Days an?

McWilliamDrei Einladungen gibt’s für alle Interessenten: Freitag, 27. April, einen Workshop für Ceilidh-Tänze, das sind einfache schottische Tänze. Dann führe beziehungsweise leite ich abends den Ceilidh-Kurs im Vielstedter Bauernhaus zur Live-Musik von Pàdruig Morrison. Am Samstag, 28. April, und Sonntag, 29. April, gibt es einen Workshop für Anfänger im „Scottish Country Dance“.

Warum widmen Sie sich so intensiv dem Scottish Dance?

McWilliamIrgendwann wurde ich einfach von der Leidenschaft gepackt. Mein Vater, ein gebürtiger Schotte, war auch schon begeistert dabei. Als ich in Deutschland mit den Kursen im Jahr 2000 angefangen habe, war ich überrascht, wie viele Menschen schon Scottish Dance betrieben. Im Internet habe ich damals viele Gruppen gefunden.

Worin unterscheidet sich Ihrer Meinung nach Scottish Dance von anderen Volkstänzen?

McWilliamEs ist einfach eine sehr lebendige Tanztradition, die einen ihrer Ursprünge bei den höfischen Tänzen in Frankreich hat. Ständig kommt Neues hinzu. Es werden spezielle Raumbilder zu sehr schöner traditioneller Musik getanzt. Scottish Country Dance wird in Sets – meistens von vier Paaren getanzt – in Gegensatz zu Irish Step Dance, der solo getanzt werden kann.

Was für Feedback bekommen Sie von den Teilnehmern Ihrer Kurse?

McWilliamNatürlich haben viele sehr viel Spaß, da es sehr gesellig ist! Aber man muss auch sagen, dass man trotz aller Begeisterung die Teilnehmer nicht überfordern sollte. Das Kurzzeitgedächtnis wird stark in Anspruch genommen.Man muss sich die aneinander gereihten Tanz-Formationen merken, und dann kommt natürlich der sportliche Aspekt hinzu.