Bümmerstede/Etzhorn - Wie lernt man sich auf unkomplizierte Weise kennen? Spiel und Sport sind da eine gute Möglichkeit. Kulturelle Unterschiede, sprachliche Barrieren und auch das Alter der Beteiligten geraten dabei zur Nebensache. Neue Möglichkeiten, sich zu begegnen, wurden gerade im Stadtsüden und -norden geschaffen. Hier wie dort richtet sich das Angebot an Flüchtlinge.
Rund 20 Freiwillige
In den ehemaligen Räumen der Caritas-Verwaltung in der Von-Ketteler-Straße 12 in Bümmerstede wurde alles für eine Begegnungsstätte für Flüchtlinge vorbereitet. Eröffnung ist an diesem Sonnabend. Gäste, auch Menschen die sich engagieren möchten, sind von 11 bis 17 Uhr willkommen. Begegnungen von Einheimischen und Flüchtlingen gab es hier aber längst – nämlich bei der Arbeit. In der vergangenen Woche wurde gemalert, geputzt und eingerichtet. „Rund 20 Leute haben mitgemacht“, erzählt Dechant Christoph Sibbel, der auch Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Josef ist. Die Caritasstiftung überlasse der Gemeinde die früheren Büroräume mietfrei.
Eine Kleiderausgabe, ein Internetcafé, eine Bücher- und Spielecke, eine Näh- und Strickstube sowie eine Fahrradwerkstatt werden hier angeboten. „Es geht um das Miteinander – zum Beispiel beim Räder reparieren“, betont Sibbel. Ehrenamtliche würden sich hier kümmern. „Vor allem auch in Gesprächen“, so der Pfarrer. Geöffnet ist die Begegnungsstätte in Bümmerstede künftig mittwochs von 15 bis 17 Uhr und sonnabends von 14 bis 17 Uhr.
Spontane Unterstützung
Für ein wenig Abwechslung in der Flüchtlingsunterkunft am Stubbenweg in Etzhorn haben die Basketball-Oldies des Oldenburger Turnerbundes (OTB), allen voran Dr. Manfred Schmoll als Initiator und Manager, gesorgt. Auf dem großen ehemaligen Parkplatz steht den Bewohnern nun eine Basketballkorbanlage zur Verfügung. Die wurde nun nicht einfach so an der Außenwand angebracht. Erd-, Beton-, Aufstell- und Montagearbeiten hatten den Angaben zufolge spontan Baufirmen übernommen – „alle dankenswerterweise ohne Rechnung“, berichtet Klaus Kertscher vom OTB.
Hand in Hand war auch hier das Motto. „Die Pflasterarbeiten haben die Flüchtlinge selbst perfekt ausgeführt“, erzählt Kertscher. Bälle wurden gestiftet, so dass in dieser Flüchtlingsunterkunft Basketball gespielt werden kann – wenn auch das Wetter mitspielt.
