Hude - Zwei Männer sitzen in Sesseln und blättern durch zwei Kochbücher. Typisch norddeutsche Gerichte sind dort abgebildet – im Kulturhof in Hude, Parkstraße 106, findet jeweils von montags bis donnerstags das Kulturcafé von 9.30 bis 12 Uhr statt. Und manchmal sind besondere Themen angesagt – wie die norddeutsche Küche.

Maria Christ-Köchy organisiert das Kulturcafé gemeinsam mit Beate Roesler und erklärt den beiden Männern aus Eritrea gerade, was ein Cocktail ist, auch wenn das zugegebener Maßen nicht unbedingt norddeutsche Küche ist.

An einem Flipchart sammelt Beate Roesler nebenbei typische, regionale Gerichte. Grünkohl, Labskaus, Steckrübeneintopf, Schnippelbohnen, Fischbrötchen und Himmel und Erde stehen schon an der Tafel. Ein weiterer Mann betritt den Kulturhof. Roesler fordert ihn auf, ein typische norddeutsches Gericht an die Tafel zu schreiben. Erbsensuppe. Maria Christ-Köchy erklärt, wie Erbsensuppe zubereitet wird: „Die Erbsen müssen über Nacht einweichen, dann wird Speck und Gemüse angebraten, Wasser und Erbsen kommen dazu, alles wird eingekocht und zum Schluss werden Würstchen und Kassler mit darin gegart.“

Das Kulturcafé eignet sich dazu, gemeinsam Rezepte auszutauschen, sich zu unterhalten und neue Bekanntschaften zu schließen. „Wir freuen uns über jeden, der dazu kommt“, sagt Beate Roesler.