Wiefelstede - Laaangsam geht es zu beim Reggae aus Jamaika: Immer ganz entspannt. Musik in Zeitlupe ist er irgendwie – und ohne Bass auch wie ein Vogel ohne Federn, erzählt der Papagei und spricht eben von einem „Lebensgefühl“.
Und die Oper ist „Musik mit Theater“, erklärt die staubende Motte – und weint nach der Musik vor Glück. Die Eule, die einen Ausflug macht, hört den Tieren zu und lernt – und bekommt so nach und nach einen Einblick in die Welt der Musik. Natürlich nicht ohne die jeweilige musikalische Kostprobe. Mit dem Musical „Eule findet den Beat“ begeisterten der Wiefelsteder Kinderchor „Notenkleckse“ und der Jugendchor „Children of Revolution“ am Sonntag in der Mensa der Oberschule in zwei Aufführungen – und zwei Besetzungen – die Besucher. Beide Chöre gehören zum Wiefelsteder Verein „Colourful Voices“.
„Schmusen, schnurren, schlafen – alles blöd“, sagen die Punk-Katzen und mögen auch in der Musik keine Regeln. „Hauptsache laut“, erklären sie der Eule, die nun weiß: „Bei den Punks ist es nicht wichtig, dass Musik schön klingt.“ Beim Hip Hop ist alles „fett“ und die Beats bei der im Computer erzeugten Elektro-Musik „ziehen Dir glatt die Schuhe aus“, weiß die Fledermaus. Und schon zu Beginn hatte die Kellerassel versichert: „Den Jazz kann man nicht erklären, man muss ihn fühlen.“ Für dieses Gefühl sorgte quer durch alle Musikrichtungen auch die Live-Band mit Jorge Luis Pacheco (Piano), Benjamin Meier (Schlagzeug), Thomas Kämpfer (Bass), Sebastian Schmalz (Gitarre) und Anneke Meilahn (Saxophon).
Die Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 26 Jahren lieferten eine mitreißende Show, die die Besucher mit begeistertem Applaus honorierten. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt den musikalischen Leiterinnen Imke Meier und Anna-Rabea Pacheco Campos, denen bei solchen Aufführungen die Leidenschaft für die Musik stets ins Gesicht geschrieben steht.
