Sande - „Zank kennen wir gar nicht, man muss sich ab und zu die Meinung sagen und dann geht es weiter. Heute trennen sich viele Paare viel zu schnell“, meint Margarete Veith, geb. Postler aus Sande. Sie weiß wovon sie spricht, denn mit ihrem Mann Johannes ist sie seit 60 Jahren verheiratet, die beiden feiern heute die Diamantene Hochzeit.

Margarete Veith, gebürtig aus Schlesien, kam durch die Vertreibung 1946 nach Sande. Nach der Schulzeit war sie in Haushalten tätig und trug später viele Jahre Zeitungen aus. Johannes Veith wuchs in Schortens auf, war dann in der Landwirtschaft und später auf dem Bau tätig. Das Paar lernte sich 1949 beim Tanz in Sande kennen und heiratete drei Jahre später in der St.-Magnus-Kirche. Zunächst bekamen sie nur eine Wohnung in einem winzigen Haus in Bahnhofsnähe. Erst später konnten sie nach Sande Neufeld II ziehen und lebten hier in der Nachbarschaft des früheren Bürgermeisters Hermann Ehlts. „Das war ein toller Mensch, der kümmerte sich um alles und war für jeden da“, schwärmen die beiden noch heute.

Zwei Kinder hat das Paar, dass auch heute noch in der gleichen Wohnung lebt, in die sie vor 47 Jahren eingezogen sind. Sie sind Mitglied des Bürgervereins, beim VdK und beim Roten Kreuz. Immer waren sie sehr bodenständig, Urlaub gab es selten. „Und im Ausland sind wir nie gewesen“, berichtet Margarete Veith, die immer viel gestrickt und gelesen hat. „Das hält fit im Kopf“, sagt sie schmunzelnd. Ihr Mann ist dagegen lieber mit dem Fahrrad unterwegs.