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Filme Bekenntnis rührt zu Tränen

Barbara Munker

Los Angeles - Mit seinem Politthriller „Argo“ hat Ben Affleck dem großen Hollywoodveteranen Steven Spielberg die Golden Globes weggeschnappt. Spielberg war mit dem historischen Drama „Lincoln“ über den ehemaligen US-Präsidenten mit sieben Nominierungen als Favorit ins Rennen um die goldenen Weltkugeln gegangen. Doch bei der Preisgala in der Nacht zum Montag gab es dann nur eine Trophäe für Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis.

Erst mal Luft schnappen

Großer Gewinner war dagegen Schauspieler und Regisseur Affleck. Der 40-Jährige wurde für seine erst dritte Regiearbeit „Argo“ als bester Regisseur geehrt, der Film gewann außerdem den Globe-Hauptpreis. Weitere Auszeichnungen gingen an Michael Haneke und Christoph Waltz.

„Argo“ basiert auf wahren Begebenheiten. Der Politthriller, in dem Affleck auch selbst mitspielt, handelt von einer aberwitzigen CIA-Befreiungsaktion von US-Geiseln im Iran. Der US-Amerikaner Affleck, der mit der Schauspielerin Jennifer Garner verheiratet ist, arbeitet erst seit einigen Jahren als Regisseur.

Der Österreicher Michael Haneke (70) setzte bei den Globes mit dem Altersdrama „Liebe“ seinen Erfolgszug fort. Nach der Goldenen Palme bei den Filmfestspielen in Cannes und vier Auszeichnungen beim Europäischen Filmpreis gewann Haneke jetzt den Globe in der Sparte „Fremdsprachiger Film“.

Auch Christoph Waltz (56) konnte sich erneut über einen Golden Globe freuen. Der Oscarpreisträger wurde für seine Nebenrolle in „Django Unchained“ von Regisseur Quentin Tarantino geehrt. „Lasst mich erst mal Luft schnappen“, sagte der Schauspieler sichtlich überrascht beim Empfang der Trophäe. Der gebürtige Wiener hatte 2010 seinen ersten Nebenrollen-Globe mit „Inglourious Basterds“ gewonnen.

Für jede Menge Wirbel sorgte Jodie Foster. Als die 50-Jährige den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste um die Filmkunst annahm, hielt sie eine lange Dankesrede – in der sie auch offen über ihre Homosexualität sprach und ihrer langjährigen Ex-Lebensgefährtin für deren Unterstützung dankte.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter löste Foster damit innerhalb kürzester Zeit eine Flut von Kommentaren aus. Viele Nutzer sprachen dem Hollywoodstar ihre Anerkennung aus. Einige erklärten gar, dass Foster sie zu Tränen gerührt habe.

Bill Clinton bejubelt

Anders als bei den Oscars gibt es bei den Globes einen Hauptpreis sowohl für das beste Drama als auch in der Sparte Musical/Komödie. In diesem Jahr gingen an Tom Hoopers Filmmusical „Les Misérables“ drei Trophäen: für das beste Musical, für Hauptdarsteller Hugh Jackman und seinen Co-Star Anne Hathaway in einer Nebenrolle.

Die Trophäen vom Verband der Auslandspresse (HFPA) wurden zum 70. Mal verliehen. Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderierten die Gala. Das freche Frauen-Duo, das die Zuschauer mit zahlreichen bissigen Witzen amüsierte, löste damit den Briten Ricky Gervais ab. Er hatte die Gala dreimal moderiert.

Die Preis-Show, bei der reichlich Champagner floss, lockte die gesamte Hollywoodprominenz an. Unter anderen George Clooney, Julia Roberts, Robert Pattinson, Robert Downey Jr. und Arnold Schwarzenegger händigten Trophäen aus. Der frühere US-Präsident Bill Clinton, der den Film „Lincoln“ vorstellte, erhielt stürmischen Applaus.

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