BERLIN/BAYREUTH - Der Deutsche Kulturrat fordert ein „transparentes Auswahlverfahren“ bei der Entscheidung über die künftige Leitung der Bayreuther Festspiele. Es müssten dieselben Spielregeln gelten wie in jeder anderen Kultureinrichtung, die durch öffentliche Mittel mitfinanziert werde, erklärte Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Mittwoch in einer Mitteilung in Berlin. Nach Ansicht des Kulturrats wirft das Auswahlverfahren ein schlechtes Licht auf den gesamten Kulturbereich in Deutschland. Die Bevölkerung, die mit ihren Steuergeldern auch die Richard-Wagner-Festspiele erst möglich mache, müsse den Eindruck erhalten, dass „vordemokratische Auswahlverfahren“ gang und gäbe seien. Es sei Aufgabe der Politik, diesen Eindruck zu korrigieren.
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