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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Filme: Ärmster Berlinale-Preisträger Nazif Mujic gestorben

20.02.2018

Berlin Der Bosnier Nazif Mujic, Gewinner des Silbernen Bären bei der Berlinale 2013, ist tot. „Mit großem Bedauern haben die Internationalen Filmfestspiele Berlin erfahren, dass Nazif Mujic am 18. Februar 2018 verstorben ist“, teilte die Berlinale mit. Sein Cousin Mehmed Mujic sagte, Nazif Mujic sei am Sonntag tot gefunden worden. Er war Darsteller in dem halbdokumentarischen Film „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“ des Regisseurs Danis Tanovic. Mujic spielte darin zusammen mit seiner Roma-Familie eine Episode aus seinem Leben nach und erhielt dafür den Silbernen Bären als Bester Darsteller. Oscar-Preisträger Tanovic („No Man’s Land“) nahm für den Film den Großen Preis der Jury entgegen.

Der Bosnier, über dessen Alter keine exakten Angaben vorliegen, lebte aber auch danach weiter in Armut in Svatovac, seinem Heimatdorf 125 Kilometer südlich von Sarajevo.

Nach dem Erfolg auf dem Filmfestival kämpfte die Familie in Deutschland um Asyl. Im Herbst 2013 kam sie nach Berlin und wurde auch von der Berlinale unterstützt. „Ich würde jeden Job machen in Deutschland“, sagte Mujic damals. „Ich würde meinen Bären zurückgeben, wenn ich bleiben könnte.“ Doch der Asylantrag wurde abgelehnt.

Mujic kehrte 2014 mit Frau und Kindern zurück nach Bosnien. Später sagte er Medien, dass er seinen Silbernen Bären für 4000 Euro verkaufen wolle, weil die Familie in Geldnot lebt.

Das laufende Filmfestival zeigt bis zum kommenden Wochenende 385 Filme aus 78 Ländern. 19 Titel bewerben sich um den Goldenen und die Silbernen Bären. Die Auszeichnungen werden am Samstag vergeben. Das Attentat von Utøya, eine Flugzeugentführung und das gebrochene Leben einer Filmlegende: Bei der Berlinale gab es am Montag einen düsteren Tag. Gezeigt wurden die Streifen „Utøya 22. Juli“, „3 Tage in Quiberon“ über Romy Schneider und „7 Tage Entebbe“ mit Daniel Brühl. Es geht um die Entführung einer Air-France-Maschine auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris im Jahr 1976. Vier Kidnapper hielten die mehr als 100 Geiseln im ugandischen Entebbe eine Woche in ihrer Gewalt, bis die israelische Regierung die Aktion gewaltsam beendete.

Regisseur José Padilha zeichnet die Ereignisse auf Grundlage neuer Recherchen nach.

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