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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Die schöne Stimme der Hippie-Bewegung

03.11.2018

Berlin Sie gilt als wichtigste Songwriterin der „Generation Woodstock“, als schöne Stimme der Hippie-Bewegung. Doch beim berühmten Festival „Woodstock Music & Art Fair – 3 Days of Peace & Music“ im August 1969 fehlte ausgerechnet Joni Mitchell. Weil ihr Manager sie für eine angeblich wichtigere TV-Show angemeldet hatte, sah die damals 25-jährige Musikerin nur Fernsehbilder vom historischen Massen-Event bei New York.

Was Mitchell freilich nicht hinderte, wenige Tage später mit „Woodstock“ einen Schlüsselsong der zu Ende gehenden Sixties zu schreiben – ein Klassiker, dem noch einige folgen sollten. Mit tiefgründigen Liedern wie „Big Yellow Taxi“, „A Case Of You“ oder „River“ schrieb sich die Kanadierin in die Folk- und Pop-Annalen ein. Am 7. November wird Mitchell 75 Jahre alt.

Ihr Einfluss auf andere wichtige Musiker – vom Landsmann Neil Young über den Jazz-Pianisten Herbie Hancock bis zu Prince und Norah Jones – ist kaum hoch genug einzuschätzen. Alben wie „Ladies Of The Canyon“ (1970), „Blue“ (1971) oder „Court And Spark“ (1974) definierten das damals noch junge Singer-Songwriter-Genre neu.

Später experimentierte Mitchell mit Jazz (vor allem auf „Hejira“ von 1976 und „Mingus“ von 1979), in den 80er Jahren ließ sie Rock- und Elektronik-Elemente in ihren Sound einfließen. Danach wurden ihre Veröffentlichungen seltener. Oft kehrte sie zu frühen Songs zurück – zuletzt mit prächtigen Orchester-Versionen auf „Both Sides Now“ (2000) und „Travelogue“ (2002), als ihr einst glockenheller Sopran zu einem wunderbar rauchigen Alt gereift war.

„Ich bin eine Malerin, die Lieder schreibt. Meine Songs sind sehr visuell“, sagte die mehrfache Grammy-Gewinnerin über ihre Kompositionen. Tatsächlich war Mitchell auch als Malerin sehr talentiert, viele Albumcover auf Basis eigener Ölbilder belegen das. Für ihre Virtuosität an der Gitarre musste sie indes hart trainieren und eine besondere Technik entwickeln, nachdem sie im Kindesalter durch eine Polio-Epidemie in Kanada eine Lähmung der linken Hand erlitten hatte.

Immer wieder zurückgeworfen durch Gesundheitsprobleme bis hin zu einem Schlaganfall, zog sich Mitchell seit ihrem vermutlich letzten Studioalbum „Shine“ (2007) weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Es klang gallig, wenn sie Zeitgenossen herunterputzte. So sei Dylan „musikalisch nicht besonders begabt“, sagte sie. Und John Lennon war für sie nur „ein Arbeiterklassen-Bursche“, der Furcht vor Leuten aus der Mittelklasse gehabt habe.

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