BERLIN/HANNOVER - Schlechte Noten für Schulbücher: Die Stiftung Warentest hat 17 Biologie- und Geschichts-Bücher untersucht. Nur drei bekamen ein gutes Zeugnis ausgestellt. In den zehn getesten Biologie-Büchern fanden die Tester auf jeder fünften Seite einen schwerwiegenden Fehler. Bei den sieben getesteten Geschichts-Büchern sehe es kaum besser aus, schreibt die Zeitschrift „Test“. Die Prüfer hatten Bücher der 7. bis 10. Klasse an Gymnasien in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg geprüft.

Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) kündigte an, das Zulassungverfahren zu überprüfen. „Wenn solche Fehler auftreten, muss man das Verfahren verfeinern“, sagte er der NWZ . Zuständig ist bislang das dem Ministerium untergeordnete Niedersächsische Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung. Hier stellen die Verlage ihre Anträge.

„Das Versagen liegt beim Kultusministerium“, kritisierte der Vorsitzende des niedersächsischen Philologenverbandes, Roland Nessler. „Busemann ist verantwortlich“, sagte die Schulexpertin der SPD-Landtagsfraktion, Ingrid Eckel, der NWZ . Es sei sinnvoll, wenn ein Außenstehender die Schulbücher prüfe. Die Verlage kündigten Korrekturen an, nannten die Kritik der Tester aber „völlig übertrieben“.

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