• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Lkw-Anhänger verliert Rad auf der Autobahn
+++ Eilmeldung +++

Teilsperrung Der A28
Lkw-Anhänger verliert Rad auf der Autobahn

NWZonline.de Nachrichten Kultur

Blick auf Emil Nolde verändert sich

12.04.2019

Berlin Nach dem Wirbel um die Gemälde im Kanzleramt präsentiert die Berliner Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof die mit Spannung erwartete Schau „Emil Nolde – Eine deutsche Legende. Der Künstler im Nationalsozialismus“. Die Ausstellung, die an diesem Freitag eröffnet wird und bis zum 15. September zu sehen ist, zeigt das künstlerische Werk des Expressionisten Nolde (1867–1956) erstmals auf der Basis neuer Erkenntnisse im historischen Kontext seiner Biografie und ideologischen Haltung.

Nolde wurde von den Nazis zwar als „entarteter Künstler“ diffamiert, war aber auch Parteimitglied, Rassist, Antisemit und bis zum Ende überzeugter Nationalsozialist. „Wie kaum ein anderes hat sich unser Museum immer auch als Ort der Aufklärung verstanden“, sagte der Direktor der Nationalgalerie, Udo Kittelmann, am Donnerstag in Berlin und fügte hinzu: „Der Blick auf Nolde wird sich verändern müssen.“

Für die Ausstellung konnten die beiden Kuratoren Aya Soika und Bernhard Fulda erstmals unbeschränkt auf das Archiv der Seebüller Nolde-Stiftung zugreifen, das 25 000 bis 30 000 Dokumente umfasst.

In der Ausstellung wird auch Noldes Gemälde „Brecher“ aus dem Jahr 1936 gezeigt. Das Bild hing mit „Blumengarten (Thersens Haus)“ von 1915 als Leihgabe im Arbeitszimmer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie ließ nicht nur den „Brecher“ für die Schau von der Wand nehmen, sondern gab auch gleich den „Blumengarten“ ab. Beide Bilder wollte sie nicht zurück, eine Begründung dafür gab es nicht.

Parallel zur Nolde-Schau befasst sich das Berliner „Brücke“-Museum mit dem Thema „Flucht in die Bilder? Die Künstler der ,Brücke‘ im Nationalsozialismus“ (14. April bis 11. August). Die ebenfalls von Soika kuratierte Präsentation zeigt, in welcher Form die Nazi-Zeit die Maler Erick Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner prägte. Die Expressionisten waren in der Künstlergruppe „Brücke“ zusammengeschlossen, der auch Nolde zeitweise angehörte.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.