• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

Schwieriger Transport nur stehend erlaubt

22.09.2018

Berlin /Oldenburg In der letzten Woche gingen die sogenannten Glum-Räder aus der Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg auf die Reise. Ziel: Berlin. Die kostbare Fracht wurde nach konservatorischen Standards für den Spezialtransport in einem klimatisierten Lastwagen nach Berlin überführt. Seit Freitag sind die Objekte nun neben weiteren archäologischen Hochkarätern aus allen Bundesländern wie zum Beispiel der Himmelsscheibe von Nebra im Gropius-Bau zu sehen.

„Wir sind stolz darauf, die Glum-Räder in Berlin zu präsentieren. So können wir die Wahrnehmung unserer Sammlungen verstärken und sie einer noch breiteren Öffentlichkeit zeigen“, freute sich am Freitag Museumsdirektorin Ursula Warnke (56) über die Beteiligung des Landesmuseums als einer der 70 Leihgeber an der Ausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“.

Die rund 3500 Jahre alten Scheibenräder ergänzen dort das Themenfeld Mobilität. Die gute Erhaltung der Räder von Glum aus der Oldenburger Sammlung lässt viele Rückschlüsse auf die Herstellungstechnik zu. Das macht sie zu einem einzigartigen Fund. Neben den Scheibenrädern sind eine Wagenachse vom Moorweg VII (ca. 4400 Jahre alt) sowie ein Teilstück des Moorwegs VI aus der Zeit um 50 v. Chr. aus den Sammlungen des Museums als Exponate zu sehen.

Ein Transport archäologischer Objekte wie dieser fordert auch aus konservatorischer Sicht besondere Beachtung. Die Transportkisten sind Spezialanfertigungen, die sich genau nach den Maßen und Anforderungen der Objekte richten. Die Räder aus Erlenholz wurden einzeln verpackt und stehend transportiert. Die lose in den Rädern sitzenden Buchsen aus Birkenholz wurden zum Schutz vor dem Transport von den Rädern separiert. Auch beim Aufbau der Exponate garantierte eine Restauratorin des Oldenburger Museums den richtigen Umgang mit den Objekten.

Mit Exponaten von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert richtet die Schau „Bewegte Zeiten“ anlässlich des Europäischen Kulturerbe-Jahres 2018 den Blick auf Austauschprozesse und Beziehungen innerhalb Europas. Ziel der Ausstellungsmacher ist es, über die Exponate den Bezug unserer kulturellen Vergangenheit zur heutigen Zeit herzustellen. Mit Unterstützung von Leihgaben soll es gelingen ein Bild rund um die Themenfelder Mobilität, Konflikt, Austausch und Wechselwirkungen zu zeichnen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.