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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Regisseur Rolf von Sydow mit 94 Jahren gestorben

18.06.2019

Berlin Er galt als Grandseigneur unter den deutschen Unterhaltungsregisseuren, vom „Tatort“ bis zu den legendären „Durbridge“-Krimis. Der Regisseur Rolf von Sydow ist am Sonntag im Alter von 94 Jahren gestorben, zwei Tage vor seinem 95. Geburtstag. Er sei sanft eingeschlafen, sagte seine Ehefrau Susanne von Sydow am Montag der Deutschen Presseagentur.

Seine Karriere umfasste mehr als 130 Film- und Fernsehproduktionen, Theaterinszenierungen, Kabarettprogramme und Hörspiele. Für mehr als ein Dutzend Rosamunde-Pilcher-Romane im TV zeichnete der Regisseur verantwortlich. Außerdem betreute er mit großem Erfolg in den 90er Jahren die Serie „Praxis Bülowbogen“.

Ob „Tatort“, „Durbridge“, „Zwei Münchner in Hamburg“, „Jede Menge Leben“, „Heiß und Kalt“ oder Schauspieler-Porträts über Heinz Rühmann und Manfred Krug: Die exakte Zahl seiner Kino- und Fernsehfilme mit prominenter Besetzung kannte von Sydow selbst nicht genau.

Der gebürtige Wiesbadener mit jüdischen Wurzeln litt in der Nazi-Zeit unter Schikanen. Seine Erinnerungen an solche Erfahrungen hat er in seinem Buch „Angst zu atmen“ festgehalten.

In kanadischer Kriegsgefangenschaft und als Mitglied der „Travelling Theatre Troupe of YMCA“ entdeckte er seine Leidenschaft für das Theater. Er wurde Schauspieler, Regieassistent, freier Regisseur und Leiter des Fernsehspiels beim Südwestfunk (1973–1977) sowie beim Saarländischen Rundfunk (1977–1979). Anfang der 50er Jahre hatte von Sydow Hörspiele sowie Kabarettprogramme für die Berliner „Stachelschweine“ inszeniert und als Synchronregisseur gearbeitet.

Immer wieder arbeitete er für das Theater. Zu seinen Bühnenarbeiten gehören Shakespeares „Wie es euch gefällt“ an den Städtischen Bühnen Dortmund und Gogols „Revisor“ im Schauspielhaus Zürich. Gelebt hat er in Baden-Baden und Berlin.

Es gibt Regisseure, die ihre Schauspieler erniedrigen, angeblich um das Beste aus ihnen herauszuholen. So war von Sydow nicht: „Er liebt Menschen, und er liebte seine Schauspieler.“ So beschrieb ihn seine Frau Susanne, die als Cutterin mit ihm gearbeitet hat.

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