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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Raubkunst: Rousseau-Gemälde auf Rückweg nach Frankreich

06.08.2020

Berlin Ein von einem Wehrmachtssoldaten im Zweiten Weltkrieg aus der Normandie nach Berlin mitgenommenes Gemälde ist auf den Rückweg nach Frankreich gebracht worden. Das Landschaftsbild des französischen Malers Nicolas Rousseau aus dem 19. Jahrhundert wurde am Mittwoch in der französischen Botschaft an Vertreter des Weltzentrums für Frieden in Verdun übergeben. Dort werde es „als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft ausgestellt, während parallel Nachforschungen laufen, um die rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen“, hieß es.

Der inzwischen gestorbene Sohn des Soldaten, Peter Forner, hatte das Gemälde aus Privatbesitz im vergangenen Jahr an die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes ausgehändigt. Forners Vater Alfred hatte das Bild von einem Ort im Nordwesten Frankreichs nach dessen Angaben einem Befehl folgend mitgenommen. In Berlin sollte er es abliefern, fand an der Anschrift aber nur eine Ruine vor. Nach der Rückkehr nach Frankreich kam Forner im Krieg ums Leben. Seither blieb das Bild in privater Hand in Berlin.

Die Wahl von Verdun, im Ersten Weltkrieg Ort einer der blutigsten Schlachten zwischen Deutschland und Frankreich, verdeutliche den von Forner gewünschten Weg der Aussöhnung, hieß es. Im dortigen Weltzentrum werde das Gemälde ausgestellt, um für „Raub und Plünderung von Kulturgütern sowie für die Provenienzforschung bei Kunstwerken zu sensibilisieren“.

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