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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Ein „Präludium“ zur Wiedereröffnung

28.09.2017

Berlin Nach sieben Jahren Umbauzeit steht die Staatsoper Unter den Linden vor der Wiedereröffnung. Am kommenden Dienstag (3. Oktober) soll in dem rundum sanierten Haus wieder Oper gespielt werden. Im Zuge der Sanierung wurde für eine bessere Akustik die Decke um mehrere Meter gehoben.

Freut sich über die neue Akustik: Generalmusikdirektor Daniel Barenboim Foto: Britta Pedersen/dpa

„Ich bin erstaunt, wie hervorragend der Klang geworden ist“, sagte Generalmusikdirektor Daniel Barenboim am Mittwoch nach mehreren Orchesterproben. Die neuen Klangverhältnisse hätten auch Vorteile für die Sänger, die sich nun nicht mit ihrer Stimme über das Orchester im Graben hinwegsetzen müssten.

Mit der neuen Nachhallgalerie unter der Decke und dem größeren Volumen verdoppelt sich fast die Nachhallzeit der Musik auf 1,6 Sekunden. Die unterirdische Verbindung zwischen der Bühne und den Proberäumen im benachbarten Intendantenhaus erleichtere die Logistik enorm, sagte Ko-Intendant Matthias Schulz.

Sanierung kostet mehr als 400 Millionen Euro

In die neue Ära startet die Staatsoper mit einem mehrtägigen „Präludium“. Dazu gehört an diesem Samstag ein Open-Air-Konzert auf dem Bebelplatz. Geplant sind an neun Tagen auch Auftritte der Staatskapelle Berlin mit Barenboim und den Wiener Philharmonikern mit dem Dirigenten Zubin Mehta. Zur Eröffnung inszeniert Intendant Jürgen Flimm „Szenen aus Goethes Faust“ von Robert Schumann. Nach dem Eröffnungsreigen wird das Opernhaus für zwei Monate wieder schließen, um die neue Technik den Erfordernissen des Opernbetriebs anzupassen.

Die Sanierung hatte sich nach Pannen und Überraschungen in der Bausubstanz sowie im Boden verteuert und um vier Jahre verzögert. Statt wie geplant 239 Millionen Euro liegen die Kosten nun bei mehr als 400 Millionen Euro.

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Staatsoper | dpa | Staatskapelle Berlin