BERLIN - Hollywoodstar Tom Cruise wird aller Voraussicht nach doch im Berliner Bendlerblock Szenen für seinen Stauffenberg-Film drehen dürfen. Die Bundeswehr sieht diesen „besonderen Ort der Würde“ nach der Hinrichtung der Widerstandskämpfer um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Hof des Bendlerblocks im Juli 1944 durch Aufnahmen offenbar nicht mehr verletzt. Das machte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, am Freitag in Berlin deutlich.
Zu Beginn des Films solle durch eine Sequenz in dem Hof, wo eine Gedenkstätte an die Erschießung der Männer in der Nacht des 20. Juli 1944 nach dem Hitler-Attentat erinnert, ein Bogen zum heutigen demokratischen Deutschland gespannt werden. „Ich glaube, das ist ein schöner Spannungsbogen“, sagte Raabe. Der Film mit dem Arbeitstitel „Valkyrie“ (Walküre) wolle zeigen, dass ein demokratisches Deutschland auferstanden sei.
Die Produktionsfirma United Artist zeigte sich am Freitag in einer Reaktion „extrem dankbar“ für eine Dreherlaubnis. Wegen der Bedeutung der Stätte werde sich die Produktionsfirma besonders bemühen, die Würde des Ortes zu respektieren, heißt es in der Mitteilung.
Nach ersten Informationen sollen im Bendlerblock eine Tages- und drei Nachtszenen spielen.
