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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Goldener Bär: Berlinale-Wettbewerb: Top oder Flop?

12.02.2015

Berlin Bei der 65. Berlinale konkurrieren 19 Filme aus aller Welt um den Goldenen Bären. Die Deutsche Presse-Agentur schätzt die Wettbewerbsfilme mit Pro und Contra ein:

- „Nobody Wants the Night“ (übersetzt: Niemand will die Nacht) von Isabel Coixet: Eine US-Amerikanerin reist im Jahr 1908 ihrem Mann, dem berühmten Arktis-Forscher Robert Peary, ins ewige Eis nach. PRO: Hauptdarstellerin Juliette Binoche als leidende Exzentrikerin in Höchstform. CONTRA: voller Pathos.

- „Taxi“ von Jafar Panahi (Iran): Der regimekritische iranische Regisseur spielt einen Taxifahrer, der seine Landsleute durch Teheran chauffiert. PRO: Witziger, subtil politischer Film, der viel über das Leben in Iran erzählt. CONTRA: Der heimlich und trotz Arbeitsverbots gedrehte Film könnte dem Regisseur neue Schwierigkeiten bringen.

- „Queen of the Desert“ von Werner Herzog (Deutschland): Nicole Kidman als britische Forschungsreisende und Geheimdienstfrau Gertrude Bell, die in den 1920er-Jahren an der politischen Neuordnung im Nahen Osten beteiligt ist. PRO: Spannendes Frauenschicksal. CONTRA: Mehr kitschige Seifenoper als politischer Abenteuerfilm.

- „45 Years“ von Andrew Haigh (Großbritannien): Drama mit Charlotte Rampling als Ehefrau, deren Mann (Tom Courtenay) vor dem 45. Hochzeitstag von der Vergangenheit eingeholt wird, als die Leiche seiner früheren Freundin nach Jahrzehnten in den Bergen gefunden wird. PRO: Einfühlsam erzählte Beziehungsgeschichte mit tollen Darstellern. CONTRA: Manchmal ein bisschen zäh.

- „Ixcanul Volcano“ von Jayro Bustamante (Guatemala): Ein Maya-Mädchen will aus der Enge seines bäuerlichen Elternhauses ausbrechen - und scheitert. PRO: Ruhige, eindrucksvolle Bilder, überzeugende Darstellerinnen. CONTRA: Nichts für zart Besaitete: eine Schlachtszene gleich zu Beginn des Films.

- „Journal d“une femme de chambre“ (übersetzt: Tagebuch eines Zimmermädchens) von Benoit Jacquot (Frankreich): Eine junge Hausangestellte sehnt sich um das Jahr 1900 nach einem selbstbestimmten Leben. PRO: Léa Seydoux als selbstbewusste Untergebene mit Widerspruchsgeist. CONTRA: Etwas aus der Zeit gefallene Verfilmung des Romans von Octave Mirbeau.

Fotostrecke: Eröffnung der Berlinale

- „Victoria“ von Sebastian Schipper (Deutschland): Eine junge Spanierin trifft in einer Nacht auf vier halbstarke Berliner Jungs, die ein krummes Ding drehen werden. PRO: Eindrucksvolles Regiekonzept, das auf Schnitte verzichtet. CONTRA: Mit 140 Minuten etwas zu lang.

- „Knight of Cups“ (übersetzt: Ritter der Kelche) von Terrence Malick (USA): Christian Bale als getriebener Held der Filmindustrie Hollywoods, der nach dem Sinn des Lebens sucht. PRO: Assoziativer Bilderrausch. CONTRA: Wie eine zu lang geratene Predigt.

- „Der Perlmuttknopf“ von Patricio Guzmán (Chile): Dokumentarischer Essay über die blutige Geschichte Chiles von der Ermordung der Ureinwohner bis zur Folter in der Pinochet-Zeit. PRO: Allein die brutalen Fakten rauben dem Zuschauer den Atem und regen zu einer Auseinandersetzung mit der Geschichte an. CONTRA: Überhöhte, esoterische Off-Kommentare.

- „El Club“ (übersetzt: Der Club) von Pablo Larraín (Chile): Katholische Priester, die wegen des Missbrauchs von Kindern und weiterer Verbrechen exkommuniziert wurden, leben gemeinsam in einem Haus am Meer - dann taucht eines ihrer Opfer auf. PRO: Schonungslose Geschichte, die die Scheinheiligkeit der Kirche scharf kritisiert. CONTRA: Erzählfluss manchmal etwas stockend.

- „Als wir träumten“ von Andreas Dresen (Deutschland): Verfilmung des Debütromans von Clemens Meyer. Leipziger Jugendliche testen nach dem Fall der Mauer ihre Grenzen aus. PRO: Dramatisch zugespitztes Bild der Wendezeit. CONTRA: Die brave Erzählweise nimmt dem Stoff viel von seiner Brisanz.

- „Body“ von Malgorzata Szumowska (Polen): Erzählt von der zerrütteten Beziehung eines Vaters zu seiner magersüchtigen, unter dem Tod der Mutter leidenden Tochter. PRO: Exzellente Darsteller. CONTRA: Surrealistische Momente - eine Frau kommuniziert angeblich mit den Toten - verwirren den Zuschauer.

- „Under Electric Clouds“ (übersetzt: Unter elektrischen Wolken) von Alexei German (Russland): Im Jahr 2017 spielender Episodenfilm über die Agonie eines Landes. PRO: Originelle Form mit herrlich surrealistischen Szenen. CONTRA: Die Verweise auf die russische Geschichte und Literatur sind schwer zu entschlüsseln.

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