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Tennishalle in Westerstede brennt
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Aktualisiert vor 5 Minuten.

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Tennishalle in Westerstede brennt

NWZonline.de Nachrichten Kultur

Berliner Filmfestspiele im Zeichen der Flüchtlingskrise

03.02.2016

Berlin Die 66. Berliner Filmfestspiele stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Recht auf Glück“. Berlinale-Direktor Dieter Kosslick versteht darunter den großen Wunsch nach Liebe, Selbstbestimmung, Heimat, Leben, ja Überleben, wie er am Dienstag bei der Vorstellung des Programms in Berlin erläuterte. Hier sieht er auch den inhaltlichen Bezug zwischen Filmkunst und Flüchtlingskrise. Rund 20 Schutzsuchenden will die Festspielleitung eine Teilnahme ermöglichen. Und sie erinnert daran, dass vor 66 Jahren, als die Berlinale aus der Taufe gehoben wurde, acht Millionen Deutsche von Flucht und Vertreibung betroffen waren.

Der italienische Wettbewerbsbeitrag „Fuocoammare“ (Fire at Sea) von Gianfranco Rosi greift das Thema des Flüchtlingselends unmittelbar auf. In seinem Dokumentarfilm über die Insel Lampedusa kontrastiert Rosi das Leben der Schutzsuchenden mit dem normalen Alltag eines elfjährigen Jungen. Auch Rafi Pitts befasst sich in „Soy Nero“ mit Migration. Im Mittelpunkt steht ein 19-jähriger Mexikaner, der versucht, sich durch den Eintritt in die US-Armee als sogenannter Green-Card-Soldat den Traum von einem Leben in den USA zu erfüllen.

Vom 11. bis 21. Februar kommen in den verschiedenen Sektionen 434 Filme zur Aufführung. Insgesamt 23 Filme werden im Wettbewerb aufgeführt, davon konkurrieren 18 um den Goldenen und die Silbernen Bären. Deutschland ist nur mit „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached im Rennen. In dem Drama spielt Julia Jentsch eine Kabarettistin, die im sechsten Monat schwanger ist. Als sie und ihr Mann (Bjarne Mädel) erfahren, dass das ungeborene Kind das Down-Syndrom und einen schweren Herzfehler hat, denkt das Paar darüber nach, es abzutreiben.

Insgesamt sind Beiträge aus 20 Ländern im Wettbewerb. Gut die Hälfte der Produktionen kommt aus europäischen Staaten, davon allein vier aus Frankreich. Für Kosslick ist es derzeit das Land mit den Filmen, die dem „Puls der Zeit“ am nächsten sind. In den Beiträgen geht es vor allem um individuelle Lebensentwürfe. Andre Techine befasst sich mit einer Coming-out-Geschichte. In „L“avenir“ (Things to Come) spielt Isabelle Huppert eine 55-jährige Mutter und Philosophielehrerin in einer existenziellen Krise, und in „Saint Amour“ von Benoit Delepine und Gustave Kervern mit Gerard Depardieu geht es um eine Vater-Sohn-Beziehung.

Eröffnet werden die Filmfestspiele am 11. Februar mit der Hollywood-Komödie „Hail, Caesar“ der Coen-Brüder. Dazu werden die Filmstars George Clooney, Tilda Swinton und Josh Brolin auf dem Roten Teppich vor dem Festivalpalast am Potsdamer Platz erwartet. Brolin spielt den PR-Agenten Eddie Mannix, der im Hollywood der 1950er Jahre extravagante Stars vor schlechten Schlagzeilen bewahren soll. Der Streifen läuft allerdings außer Konkurrenz, ebenso wie das jüngste Werk von Spike Lee „Chi-Raq“ mit Nick Cannon, Wesley Snipes, Jennifer Hudson und John Cusack. In den Wettbewerb geht hingegen US-Regisseur Jeff Nichols mit „Midnight Special“ und den Stars Kirsten Dunst und Sem Shepard.

Mit Spannung erwartet - wenn auch außerhalb des Wettbewerbs - wird Hans Steinbichlers Neuverfilmung des Tagebuchs der Anne Frank. Lea van Acken spielt das 13-jährige jüdische Mädchen, das sich mit seinen Eltern Otto (Ulrich Noethen) und Edith Frank (Martina Gedeck) sowie ihrer Schwester Margot (Stella Kunkat) in den von den Nazis besetzten Niederlanden versteckt und ihre Erlebnisse aufzeichnet.

Die internationale Jury steht unter dem Vorsitz der US-Schauspielerin und dreifachen Oscar-Gewinnerin Meryl Streep. Sie wird am 20. Februar bekanntgeben, wer die begehrten Bären erhält. Den vorab vergebenen Goldenen Ehrenbär erhält in diesem Jahr der international renommierte Kameramann Michael Ballhaus.

Kurz vor der Gala verleihen die Nebenjurys ihre Preise. Die internationalen Filmorganisationen der evangelischen und der katholischen Kirche - Interfilm und Signis - vergeben einen Hauptpreis für einen Film aus dem Wettbewerb sowie je ein Werk aus der Sektion Panorama und aus dem Programm des Forums.

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