Wildeshausen - „Sie müssen sich schon ein bisschen Zeit nehmen“, sagte Ingeborg Jacoby vom Präventionsrat der Stadt. Ja, wenn sie die Ausstellung „Annäherungen – Christlich-jüdischer Dialog in Bildern“ von Hartmut Berlinicke im Stadthaus sehen möchten, die am Donnerstagabend offiziell eröffnet wurde, sollten Besucher kein Eile haben: Die Werke berühren.

Da ist zum Beispiel das kleine, idyllisch wirkende Bild von einem Teich. „Still ruht der See“ steht darunter – und dass an der Stelle Millionen Menschen begraben wurden. Es ist der größte Friedhof Europas, der See liegt in Ausschwitz. Es gibt unter anderem auch ein Bild von der Synagoge, die in Wildeshausen gestanden hatte.

Bei der Ausstellungseröffnung hielt Wolfgang Däubler einen bewegenden Einführungsvortrag, ein Sextett spielte berührende jüdische Musik. Nachdenklichkeit hing im Stadthaus in der Luft.