BERNE - Inzwischen hat der Brot-für-die-Welt-Basar der Berner Kirchengemeinde schon eine lange Tradition. Zum 35. Mal fand er statt, und es gibt viele ehrenamtliche Unterstützer, die ihn immer wieder zum beliebten Treffpunkt am 1. Advent machen.
Ein Anziehungspunkt war die große Tombola. Friedrich Szonn hatte versucht, dafür möglichst alle Berner Geschäfte einzuspannen. Mit Erfolg, denn rund 1000 Preise kamen so zusammen, und die Lose dafür wurden fleißig von Johannes Ehlert und Kirchenratsmitglied Björn Thümler verkauft.
Es wurden Glühwein, Bratwurst, Waffeln und eine riesige Auswahl an gespendeten Kuchen und Torten verkauft, die Christa Tebje und Gisela Eßmann an die Besucher austeilten. Und die Berner Sozialstation schenkte den heißen „Aegidiustrunk“ aus. Das ist gesunder, naturtrüber Apfelsaft aus Früchten der Region.
Aber auch für die Unterhaltung der Gäste wurde gesorgt. Es gab ein Puzzelquizz, und am Nachmittag sorgte der Berner Männergesangsverein Liedertafel mit seiner Dirigentin Olga Bielenko bei seinem Auftritt wieder für Stimmung.
Ursel Müller gehört seit vielen Jahren zu den Unterstützern des Basars. Sie hat eigens dafür schon sieben verschiedene Bücher mit gesammelten Lieblingsrezepten, Kräutern oder ein Weihnachtsbuch für jeden Tag im Dezember zusammengestellt und gebunden. Aber auch selbst gemachtes Pesto aus Wildkräutern der Saison hat sie im Angebot.
Die Geschwister Tomma, Trond und Tjark Meents hatten sich ebenfalls einiges überlegt. Die Brüder hatten dazu Marmelade gekocht und Plätzchen gebacken während ihre Schwester eher das Handwerkliche bevorzugte. Sie hat aus Baumscheiben und Zweigen Gestecke gebastelt.
Seit über 20 Jahren beteiligt sich auch Amanda Schramm mit ihren Basteleien an dem Basar. Das ganze Jahr über knickt und faltet sie hübsche Geschenkschachteln, Engel oder Fröbelsterne, die dann auf den Tisch kommen.
Alle Einnahmen werden für „Brot für die Welt“ gespendet. Die eine Hälfte des Geldes wird nach Bogota in Kolumbien geschickt und soll dort den Kindern und Jugendlichen helfen, die am staatlichen Schulsystem gescheitert sind. Nachhilfeunterricht, aber auch Tanz, Kunst und Musik werden damit vor Ort gefördert. Die andere Hälfte der Einnahmen geht nach Irkutsk in Russland, wo Thomas Graf Grote eine christliche Gemeinde aufbaut und Ferienfreizeiten organisiert.
