Berne - Der Fagottist Theo Plath (24), der griechische Geiger Jonian Ilias Kadesha (26) und die britische Cellistin Vashti Hunter (25) gestalten am Sonntag, 6. Januar, in der Kirche am Deich das „Dritte Warflether Neujahrskonzert“. Beginn ist um 17 Uhr in der Kirche an der Deichstraße 120 in Berne.

Die drei jungen, doch hochrenommierten Musiker vereinigen bedeutende Preise auf sich. Plath, laut Kritik „eine Jahrhundertbegabung“, ist in Saarbrücken der jüngste Solofagottist eines europäischen Radiophilharmonieorchesters. 2018 gewann er den 1. Preis des Deutschen Musikwettbewerbs. Als er das erste Mal 2018 in Warfleth auftrat, wurde er vom Publikum mit Bravo-Rufen gefeiert. Kadesha, „ein originales Genie“, wurde zuletzt beim Windsor Competition, Hunter beim Cellofestival „Prager Frühling“ ausgezeichnet.

Unter dem Motto „Happy Neujahr, Európe“ bietet das Konzert in Warfleth Soli, Duette und Trios. Jeder Musiker steuert mindestens ein Werk eines Komponisten aus seinem Heimatland bei: Vashti Hunter ist mit Fantasien des englischen Barockkomponisten Henry Purcell dabei, Jonian Ilias Kadesha mit Werken von Iannis Xenakis und Nikos Skalkottas, zwei griechischen Vertretern der spätromantischen beziehungsweise klassischen Moderne. Theo Plath schließlich steht für Werke von Johann Sebastian Bach. Kompositionen aus Österreich (Wolfgang Amadeus Mozart), Italien (Niccolo Paganini) und Ungarn (Zoltán Kodály) komplettieren einen europäischen Reigen, den die Musiker zu einer reizvollen Abfolge von Fagottsoli, Duetten von Geige und Cello beziehungsweise Geige und Fagott und Trios arrangiert haben: So bunt und aufregend, so anregend und berührend klingt Europa!

Überdies gibt jeder Musiker Literatur in seiner jeweiligen Muttersprache zum Besten, kurze Kostproben unterschiedlicher Klanglichkeiten. Inspiriert durch Purcells „Fairy Queen“ trägt Vashti Hunter William Shakespeare auf Alt-Englisch vor, ein Stück aus dem „Sommernachtstraum“. Jonian Ilias Kadesha liest ein wenig Altgriechisch: aus, das war alternativlos, Homers „Ilias“. Und Theo Plath wird einen Auszug aus Heinrich Heines hellsichtigem Poem „Deutschland, ein Wintermärchen“ deklamieren.