BERNE/HUDE - Am Rande des Naturschutzgebiets Holler- und Wittemoor in Pfahlhausen, an der Grenze zur Gemeinde Hude, ist 1990 ein Teilstück eines vorchristlichen Bohlenweges durch das unwegsame Holler- und Wittemoor rekonstruiert worden.

Bis 2008 informierten Tafeln über Bau, Geschichte und Nutzung der historischen Bohlenwege in der Wesermarsch. Schadhaft und von der Witterung gezeichnet mussten sie erneuert werden. „Die Restmoore in der Wesermarsch sind nicht nur von herausragender Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch für die Kulturgeschichte dieser Region. Wir wollen Verständnis wecken für die natürliche und kulturelle Entwicklung der Moorlandschaft in der Wesermarsch. Der Bohlenweg ist ein wichtiger Beitrag dazu. Mit den neuen Tafeln werden für die Besucher die Schwierigkeiten, das unwegsame Moor zu überwinden, erlebbar“, erläutert Hans-Joachim Janßen von der Naturschutzbehörde des Landkreises.

20 Jahre haben auch dem Holz des Bohlenweges zugesetzt. Im nächsten Jahr soll auch er deshalb teilweise erneuert werden. In Planung ist auf Wunsch örtlicher Gästeführer, des Vereins Wesermarsch-Moor und der Dorfgemeinschaft Neuenkoop auch die Ergänzung des Wegenetzes im Holler- und Wittemoor. Die Wegeführung soll zukünftig Rundwandermöglichkeiten eröffnen, ohne sensible Vogelarten zu stören. Die Naturschutzbehörde verspricht sich davon auch die Schonung empfindlicher Bereiche.

Nach einer Erfassung der Brut- und Gastvögel und Abstimmung der Wegeführung mit Betroffenen ist die Realisierung ab Ende 2010 geplant.