Berne - An diesem zweiten Sonntag der Passionszeit wird die Berner Kantorin Natalia Gvozdkova zusammen mit einem Kammerensemble (Countertenor, Barockvioline, Traversflöte und Barockcello) ein Programm mit geistlichen Vokalwerken und Instrumentalmusik von Georg Philipp Telemann, Christoph Graupner, Johann Christoph Bach, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach präsentieren, das dem Namen des Sonntags Reminiscere (Gedenke) angemessen ist: „Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und deine Güte“ (Psalm 25,6a).

Im Konzert erklingen die Kantaten „Wandelt in der Liebe“ und „Was ist mir das Rühmen nütze“ aus dem Harmonischen Gottesdienst (1725-1726) von Georg Philipp Telemann, das gefühlvolle Lamento „Ach, daß ich Wassers gnug hätte“ von Johann Christoph Bach (1642-1703) sowie die Arie „Weg, verdammtes Sündenleben“ aus der gleichnamigen Kantate von Christoph Graupner (1683-1760). Auch die Eingangs-Arie aus der Kantate „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ (BVW 170) von Johann Sebastian Bach wird zu hören sein. Zwischen den Vokalwerken werden Sätze aus der Triosonate in e Moll von Georg Friedrich Händel und aus dem Duetto in G Dur für Violine und Violoncello von Giovanni Benedetto Platti, einem italienischen Komponisten des Spätbarock, musiziert. Der Tübinger Countertenor Tobias Hechler studierte an der Bremer Hochschule für Künste sowie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien. Neben seinen solistischen Tätigkeiten, vor allem in den oratorischen Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, ist er als Ensemblesänger aktiv. Am Theater Osnabrück sowie am Thalia Theater Hamburg ist er als Solist zu erleben.  Die Violinistin Sevastyana Leonova ist in einer Musikerfamilie in Kazan (Russland) geboren. Schon mit fünf Jahren begann sie ihre musikalische Ausbildung. Im Jahr 2011 machte sie ihren Abschluss am Staatskonservatorium in Moskau. Aktuell setzt Sevastyana Leonova ihre musikalische Ausbildung im Bereich Alte Musik an der Hochschule für Künste in Bremen bei Professor Thomas Albert fort und ist Mitglied des Oldenburgischen Staatsorchesters. Der Traversflötist Felipe Maximiliano Egaña Labrin wurde in Santiago de Chile geboren. Er studierte zunächst Kunst, Musik und Querflöte an der Universität von Chile und schloss ein Studium der Alten Musik am Königlichen Konservatorium in Den Haag, Niederlande, an. Felipe Maximiliano Egaña Labrin konzertiert mit zahlreichen bedeutenden Ensembles für Alte Musik.  Die in Karlsruhe geborene Barbara Hartrumpf erhielt im Alter von acht Jahren ihren ersten Cellounterricht. Während des Studiums an der Hochschule für Musik und Theater Köln kam sie erstmalig mit der historischen Aufführungspraxis und dem Spiel auf historischen Instrumenten in Berührung. Es folgten zahlreiche Auftritte bei Festivals und Wettbewerben für Alte Musik. Seit 2014 weiteres Studium in der Historischen Aufführungspraxis bei Viola de Hoog an der Hfk Bremen.  Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei – um eine Spende wird gebeten.