BERNE - Zum „Löchern“ wurden am Mittwochabend die Mitglieder des SPD-Ortsverbandes aufgefordert. „Unser Bürgermeisterkandidat stellt sich ihren Fragen“, sagte Dieter Liedtke, stellvertretender Vorsitzender der SPD in Berne.
Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung, in der Franz Bittner sich als Schachspieler, Läufer und leidenschaftlicher Schauspieler entpuppte, kamen die ersten Fragen. Im Blickpunkt standen besonders die Gemeindefinanzen. Kurt Eßmann interessierte, wie sich der Kandidat die zahlreichen nötigen Maßnahmen in Straßenbau und Flurbereinigung, die Investitionen in die Feuerwehr und die Renovierung des Rathauses vorstellt. „Da brauchen wir zehn Millionen“, prophezeite er. Bittner widersprach dem nicht, zählte aber auch die Maßnahmen auf, die bereits angegangen würden. „Zum Beispiel die Instandsetzung der Brücke in Dreisielen“, sagte er. Im Rathaus jedoch sehe er größere Probleme auf die Gemeinde zukommen. „Das Gebäude ist nicht mehr tragbar. Ich sehe es so, dass die Verwaltung in nicht allzu ferner Zeit ausziehen muss. Noch fehlt uns allerdings das passende Ausweichquartier.“ Eine Sanierung würde wohl 1,5 Millionen Euro kosten.
Zum Thema Sportstätten sagte Bittner, es sei bereits eine Fläche für eine neue Halle und eine Freifläche gefunden. „Da werden wir auf der ersten Ratssitzung schon neues hören.“ Insgesamt beurteilt er die Lage der Berner Finanzen nicht ganz schlecht. „Wir haben hier starke Betriebe. Ein Defizit von 10 Millionen sehe ich also nicht.“
