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PROJEKT Sozialkraftwerk geht ans Netz

FRIEDERIKE KLOTH

BERNE - Keine sozialen Probleme mehr in Berne – das klingt wie eine Utopie, soll aber Wirklichkeit werden.

Mit dem Projekt „Berner für Berner“ ebnet Klaus Wagner, Unternehmensberater aus Dreisielen, neue Wege für das soziale Engagement in der Gemeinde. „Wir wollen eine individuelle Unterstützung für alle Mitbürger in Not in Berne bieten“, erklärte er am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Betroffen seien 100 Erwachsene und 150 Kinder im Ort. „Das Projekt soll dann vor allem Hilfe zur Selbsthilfe geben“, so Wagner. Mit im Boot sind zahlreiche soziale Einrichtungen, Ämter, Schulen und Parteien. „Wenn alle zusammen arbeiten, können wir mehr erreichen“, sagte Wagner. Um diese Zusammenarbeit zu koordinieren, soll ein Systemmanager eingestellt werde. „Mit Ehrenamtlichen ist diese Aufgabe nicht zu bewältigen“, so Wagner. Die Stelle des Managers ist auf ein Jahr befristet. Dann soll überlegt werden, ob die Gemeinde das Projekt übernimmt. Der Präventionsrat von Berne hat „Berner für Berner“ mit

initiiert, lässt jedoch seine Arbeit momentan aufgrund personeller Probleme ruhen.

Finanziert werden soll „Berner für Berner“ durch Spenden. Den Anfang hierfür macht ein Benefiz–Konzert in der Sturmvogel-Reithalle am Sonnabend, 13. Juni, um 19 Uhr mit der Band Rock-a-holic. „Außerdem beantragen wir Fördermittel beim Land Niedersachsen“, so Wagner.

Die Vereine und sozialen Einrichtungen sehen die zukünftige Zusammenarbeit positiv. „Wir alle bewegen schon ein bisschen, zusammen schaffen wir mehr“, sehen sie positiv in die Zukunft.

Doch es gab auch nachdenkliche Stimmen. „Unsere Aktion ist eigentlich wie ein Hilfeschrei. Wir finden uns zusammen, um zu leisten, was der Staat nicht schafft“, sagte Rene Jonker, Leiter der Comemius-Schule.

Das „Sozialkraftwerk“ für berne

Das Projekt

„Berner für Berner“

möchte einzelne Personen und Familien so unterstützen, dass sie ihre Lebenssituation wieder in die eigene Hand nehmen können. Auch ältere Mitbürger werden angesprochen.

Dazu will

das Projekt Rahmenbedingungen und Voraussetzungen schaffen, sowie jeden Einzelnen persönlich ermutigen, anleiten und mit ihm konkrete Schritte planen.

Das Motto

des Projekts heißt „Hilfe zur Selbsthilfe“. Neben Erfolgserlebnissen und Wertschätzung sollen den Betroffenen aber auch Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit vermittelt werden.

Das Hauptaugenmerk

des Projekts gilt der individuellen, zukunftstragenden Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Alle

im Diagramm (oberes Bild) abgebildeten Institutionen haben ihr aktives Mitwirken am Projekt zugesichert, so Initiator Klaus Wagner.
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