Hude - Ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum. Das gemeinsame Weihnachtsessen. Der Weihnachtsmann, der die Geschenke bringt. Lieder, die gemeinsam gesungen werden. – Heiligabend, wie er in vielen deutschen Familien begangen wurde. Ein besonderer Heiligabend war es für die Flüchtlingsfamilien, die derzeit in der Jugendherberge Hude leben. Sie erlebten dieses Fest das erste Mal. „Wenn auch die meisten Flüchtlinge das Weihnachtsfest nicht religiös begehen, so wollen wir die friedensstiftende Botschaft dieses Festes doch mit allen teilen“, so die Leiterin der Huder Jugendherberge, Kirsten Jensen-Gentsch.

Und so bereiteten sie und ihr engagiertes Team ihren Gästen, die vor allem aus Afghanistan kommen, darunter 14 Kinder im Alter von sechs Monaten bis 14 Jahren, einen stimmungsvollen Heiligabend.

Es gab Gänsekeulen und gebratenen Reis und zum Nachtisch eine dänische Spezialität: Ris a la mande. „Milchreis mit Mandeln und Kirchsoße“, erklärt Kirsten Jensen-Gentsch, die ihre Wurzeln in Dänemark hat.

Uta Rose, Leiterin der Huder Gospelsinger, spielte Klavier und stimmte mit allen gemeinsam Weihnachtslieder zur Bescherung an. Bei „In der Weihnachtsbäckerei“ konnten viele der Flüchtlingskinder schon gut mitsingen.

Höhepunkt war dann der Besuch des Weihnachtsmannes. Thomas Richter vom Jugendherbergswerk war in den roten Mantel geschlüpft. Er hatte viel zu tun beim Ausgeben der Geschenke, und die Kinder wollten auch immer ein Foto mit dem bärtigen Mann.

Dank der großzügigen Geldspenden, die nach einem Aufruf in der NWZ  gemacht wurden, hatte Kirsten Jensen-Gentsch die Möglichkeit, für alle Kinder ganz individuelle Präsente zu besorgen. Jensen-Gentsch dankt allen Spendern. Mit Sach- und Geldspenden wurden die Flüchtlingsfamilien in der Huder Jugendherberge auch im Verlauf der vergangenen Monate immer wieder unterstützt, erzählt Jensen-Gentsch.

Der Vertrag über die Flüchtlingsunterbringung läuft aus. Bis März 2017 werden nach und nach alle Familien in eigene Wohnungen umziehen.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude