Streekermoor - Ein kleines grünes „Paradies“ haben sich Helga und Alfred Windeler am Mühlenweg 60 in Streekermoor geschaffen. Hier leben sie mit ihren Kindern und Enkeln und haben in ihrem weitläufigen Garten in Jahrzehnten das Ambiente entstehen lassen, das für das Gartenkultur-Musikfestival, zu dem die Gemeinde Hatten am Sonnabend eingeladen hatte, wie geschaffen war.
So freute sich Bürgermeister Christian Pundt bei seiner Begrüßung über die traumhafte Kulisse einer blühenden Parklandschaft, das herrliche Sommerwetter und über 400 Musikfreunde aus der ganzen Region, die sich den „Tanz auf dem Vulkan“ mit den Highlights der Vocalartisten aus Bremen und Hamburg nicht entgehen lassen wollten.
Sie erwartete eine Reise in die goldene Zeit des deutschen Musiktheaters mit den kleinen nächtlichen Etablissements der 20er Jahre im Stil von Marlene Dietrich, Zarah Leander sowie großen Titeln von Brecht, Weill, Holländer und Makeben.
Dank an die Helfer
Der Bürgermeister bedankte sich bei der Familie Windeler für die Bereitstellung der fantasievoll gestalteten Gartenkulisse, die Carsten Westdörp eindrucksvoll illuminiert hatte. Viele weitere hilfreiche Hände hatten haupt- und ehrenamtlich geholfen, die Organisation der Veranstaltung kostengünstig zu gestalten. Ein besonderes Lob galt einmal mehr der Hatter Kulturbeauftragten Marianne Vieler-Bargfeld, die die Vokalartisten erneut für ein Konzert in Hatten gewinnen konnte.
Ulrike Lippe, Pianistin und musikalische Leiterin, stellte das Ensemble mit Janina Röder, Lisette Kiefer und Thomas B. Franz vor, das in einem zweistündigen Programm einen bunten Melodienreigen von Liebe und Leid, Sehnsucht und Sünde, Komik und Tragikkomik, glitzerndem Showbizz, wilden Tieren, Verrückten, Verklemmten und Verliebten bot. Das Publikum war hellauf begeistert.
Bekannte Oldies
Mit „Wochenend und Sonnenschein“ eröffneten die Vocalartisten treffsicher ihre Show, gefolgt von „Kann denn Liebe Sünde sein?“, „Für eine Nacht voller Seeligkeit“, „Mackie Messer“ und „Bei mir bist Du schön“. Nach dem ersten Set wurde sowohl den Entertainern als auch dem Publikum eine Erfrischungspause gegönnt, in der ein Glas Wein oder Bier, eine Bratwurst vom Grill oder eine andere kulinarische Köstlichkeit durchaus willkommen war.
Und es blieb den Gästen auch die Zeit, durch die Gartenlandschaft zu schlendern und sich an den Blumen- und Teicharrangements zu erfreuen.
Bei bekannten Oldies wie „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln gehen“, „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Man müsste Klavier spielen können“ war das Publikum im zweiten Set schon so weit „vorgewärmt“, dass es gerne in den Gesang mit einstimmte, ebenso wie im dritten Teil bei „Das ist die Liebe der Matrosen“ oder „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“. Mit stehendem Applaus und zwei Zugaben wurde das Ensemble schließlich verabschiedet.
