Stadland - Bei besten Bedingungen haben am Wochenende die großen und kleinen Osterfeuer in der Gemeinde Stadland gebrannt. Ohne Probleme ließen sich die Sträucherhaufen anzünden, mit der Qualmentwicklung dürften dennoch einige Anwohner nicht zufrieden gewesen sein.

Die milden Temperaturen lockten etliche Hundert Schaulustige zu den Brennplätzen, und auch an den kleinen Kokelfeuern erfreuten sich viele Kinder. Durch den späten Sonnenuntergang und das fortgeschrittene Jahr wurden die Osterfeuer später angezündet, und entsprechend länger blieben die Besucher auf den Plätzen.

In Hobenbrake neben der Gerätehalle des II. Oldenburgischen Deichbandes konnten die dicken Qualmwolken des dortigen Osterfeuers über den Deich aufs Wasser ziehen und belästigten nicht die vielen Gäste aus Seefeld und Umgebung. Der organisierende Bürgerverein Augustgroden hatte für Getränke und Grillgut gesorgt und vorsorglich ein Festzelt aufgebaut. Doch die vielen Besucher zogen es vor, den schönen Abend unter freiem Himmel zu genießen. Schon bevor die Flammen des schnell an Fahrt aufnehmenden Osterfeuers zum Himmel züngelten, gab es für die Kleinen ein Stockbrotbacken, das das Kinderbetreuungsteam des Bürgervereins vorbereitet hatte. Ein Höhenfeuerwerk bildete bei Dunkelheit schließlich das krönende Glanzlicht.

Bedingt durch den Nordostwind hatten die Organisatoren des Osterfeuers in Strohausen eher Pech beim Abbrennen ihres am Deichfuß gelegenen Sträucherhaufens. Dicke Qualmwolken wälzten sich über den Deich in den Ort, doch die Beobachter auf der Deichkrone hatten Glück und konnten das Spektakel noch gut beobachten. Dennoch wurde auch hier unverdrossen ein Feuerwerk abgebrannt, bevor in dem Festzelt ein DJ für Musik sorgte und die Feier bis weit nach Mitternacht weiterging.

Mit einem Fackellauf, an dem sich rund 70 Kinder beteiligten, entzündete der Bürgerverein Kleinensiel sein Osterfeuer. Es waren so viel Familien wie noch nie, was die Organisatoren natürlich besonders freute. Und auch hier zog die Qualmwolke über das Festzelt auf der Deichkrone genau in Richtung Kleinensiel. Gleich zwei Bratwurstbuden boten den Besuchern leckere Stärkung an, und neben dem Festzelt gab es zusätzlich eine Fischbude. Nach dem Feuerwerk sorgte DJ Holgi im Festzelt für Stimmung bis zum Morgengrauen.

Mit dem Suchen von Ostereiern beschäftigten sich mehr als 50 Kinder beim Osterfeuer in Schwei. Entlang des Weges zum Brennplatz waren die bunten Eier versteckt, und auf dem Festplatz konnten sie beim Schweier Bürgerverein gegen eine Schlickertüte eingetauscht werden. Am kleinen Kokelfeuer amüsierten sich derweil die Kinder und holten immer wieder Stroh und Äste vom großen Sträucherhaufen, um sie dort zu verbrennen. Nach Sonnenuntergang wurde dann endlich das Osterfeuer mit einer Gasbrennflasche entzündet, und Rauch und Qualm zogen in Richtung Bundesstraße. Im Festzelt gab es gebratene Frikadellen und Würstchen, und auch an der Getränkebude stärkten sich die Besucher gerne.

Die größte Party fand wieder einmal in Reitland statt, wo ein 2000-Mann-Festzelt neben dem Feuerwehrhaus aufgebaut war. Doch bevor die Feier mit Live-Musik der Band Into the Light aus Weyhe richtig losging, versammelten sich etliche Schaulustige um den großen Sträucherhaufen auf der Weide nebenan. Ein sehr langer Fackelzug mit rund 100 Kindern marschierte schließlich zum Brennplatz und entzündete gegen 21 Uhr das Feuer. Kurze Zeit später wurde auch schon das Höhenfeuerwerk gestartet.

Bald darauf kamen die ersten Gäste für die Zeltparty, von denen einige Hundert mit dem feuerwehreigenen Bus-Service abgeholt wurden. So gestaltete sich die Verkehrsituation trotz der Enge der Straßen noch recht entspannt.