Dötlingen - „Dötlingen summt“ ist die Devise der Gartenkultour 2013. „Dötlingen brummt“ ist das Fazit des ersten Aktionstags am Mittwoch. Begünstigt von einem herrlichen 1.-Mai-Wetter, ist das riesengroße Programm der Künstler und Galeristen, der Gartenbaubetriebe und Gastronomen, der Privatgärtner und Imker auf ein ebenso riesengroßes Echo gestoßen. Das gilt – wie immer – für das Dorf Dötlingen, aber ebenso auch für viele Stationen in den anderen Dörfern. Überall zeugten Autoschlangen an den Straßenrändern sowie massenweise Fahrräder vom großen Zuspruch. Trotz des Andrangs war es „eine schön-entspannte Stimmung“, freute sich der Gartenkultour-Vorsitzende Olaf Schachtschneider über den überaus gelungenen Tag.

„Ich will die Imker sehen“, bekam Dette Zingler häufiger am Infostand der Gästeführer zu hören. „Das war eine echte Punktlandung“, so die Gästeführerin über das Jahresmotto „Dötlingen summt“. Die Imker im Dorf Dötlingen, verteilt an mehreren Stellen, berichteten unisono von sehr guter Resonanz. Josef Alterbaum hatte seinen Stand mit vielen Schautafeln und Modellen im Garten des Lopshofs aufgebaut. Immer wieder im Mittelpunkt: die beiden Schaukästen. „Wie viel Bienen sind da drin“, war die häufigste Frage. Die Antwort: rund 35 000 im großen Schaukasten, rund 2500 bis 3000 im kleinen.

„Die Leute fragen viel“, so der Wildeshauser Harald Wulferding, der zusammen mit Kollegen einen Infostand im Dorfgarten betreute. Immer begehrt: der Blick auf die Königin, durch ihre Markierung mit einem roten Plättchen gut zu erkennen im Schaukasten. „Viele gute Gespräche. Was wir uns vorgenommen habe, hat geklappt“, so Imker Götz Neuber beim Schützenhof.

Wie jeder einzelne Bürger etwas Gutes für die Biene im eigenen Garten tun kann, zeigte Herbert Vinken in seiner Kräutergärtnerei Herb’s ganz praktisch. „Heute ist der Tag der Gartenarbeit“, verkündete er den 20 Zuhörern und ließ sie mitanpacken, eine vorbereitete Fläche von 40 Quadratmetern mit der neuen „Dötlinger Bienenweide“ anzulegen. Bei der Mischung handelt es um eine Ergänzung der Ammerländer Mischung um spätsommerblühende Arten, die das Farbenspiel und die Trachtzeit für die Biene verlängern. Mit viel Witz ging die Mitmachaktion vonstatten.

Dezent ist das Motto „Dötlingen summt“ bei „Kultur am Hof“ in Rhade aufgenommen worden Hier gab es Prosecco mit Honig. „Schmeckt super“, so Tim Lück vom Gut Grashorn. Rabea Lück-Dolling und er hatten ein sehr vielfältiges Programm zusammengestellt vom Jazz mit „Blue Bossa“ bis hin zu diversen Ausstellern.

Im Buchenwald vor dem Gut Grashorn gab es die Neandertal-Beauties von An­dreas Engelmann zu bewundern. Der Oldenburger Zahnarzt fotografierte sie mit einer Laufbodenkamera auf einem privaten Autofriedhof in Neandertal. Auf großen Lkw-Planenstoff hingen die faszinierenden Bilder zwischen den Bäumen, dem Spiel von Licht und Schatten ausgesetzt. Eine von sehr vielen bemerkenswerten Ansichten an einem sehr angenehmen Tag. „Dötlingen summt“: Dieses Motto passte exakt zur Atmosphäre an diesem 1. Mai.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement