BEVERBRUCH -
von anne breitenbach
BEVERBRUCH - Mit dem in der Beverbrucher Josefskirche aufgeführten Musical „Selig seid ihr“ zeigte der Mittel- und Jugendchor Beverbruch einmal einen anderen Weg der Besinnung. Basierend auf den Aussagen des leuchtenden Miserior-Hungertuches mit seinen markanten Darstellungen sahen die Besucher eine ansprechende musikalische Bildbetrachtung, vorgestellt von den Chormitgliedern und Sprechern der Kirchengemeinde.Pastoralreferentin Dagmar Haake hatte zuvor den chinesischen Künstlers Li Jinyuan vorgestellt, der das gelb-orange-rote Hungertuch erschaffen hat. Er geht damit auf die Bergpredigt ein – gezeichnet in vier Bildmotiven mit Jesus im Mittelpunkt.
„Selig seid ihr“ war das erste Musikstück des Mittel- und Jugendchores Beverbruch unter der Leitung von Maria Willenborg. Zwischendurch erläuterten Gerhard Rempe, Anne Faske und Heiner Willenborg die Motive des vor dem Altar zu sehenden Hungertuchs. Nachdenklich stimmte Faske, die die fehlenden Bildungsmöglichkeiten mancher Menschen kritisierte. Es sei viel schwieriger, die Welt zu entdecken, wenn man nicht lernen dürfe. „Kinder wollen lernen und zur Schule gehen, um die Welt zu verstehen“ hieß dazu passend das nächste Lied.
Es schlossen sich leicht asiatisch geprägte Musikstücke über Hungersnot und Mutlosigkeit an, bis es tröstend hieß: „Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht verbreitet Zuversicht“. Auch „Phantasien für den Frieden“ fehlten nicht, verbunden mit der Mahnung, dass es höchste Zeit für Frieden werde.
Zu den auf dem Tuch abgebildeten Bäumen passte das Gleichnis vom Senfkorn und der Text des Liedes „Gottes Reich ist wie ein Schatz“. Nach einer Einlage von Katrin Willenborg und Carina Lammers endete das Musical mit dem Lied „Alle Menschen sind Geschwister in der heilen Welt“.
Nach anhaltendem Applaus lobte Haake das Engagement Maria Willenborgs und die Leistung der Chormitglieder, die noch zwei Zugaben geben mussten.
