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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Bezaubernd wie ein Bilderbuch

11.11.2013

Oldenburg Weihnachten, das Fest der Liebe, wie schön das klingt! Vergessen wir für zwei Stunden, dass Geiz geil ist und genießen stattdessen ein zauberhaftes Stück, oder anders gesagt: „Die Weihnachten des Mr. Scrooge“, die am Sonntag im Oldenburgischen Staatstheater Premiere feierten und begeistert aufgenommen wurden.

Von wegen Humbug

Dramaturg Matthias Grön hat den Stoff von Charles Dickens (1812–1870) wunderbar neu verpackt, Regisseurin Krystyn Tuschhoff Herz erwärmend inszeniert. Die Fassung enthält zwei Erzähler, die mit allerlei Slapstick durch die Handlung führen. So nehmen die zwei gespenstischem Kettengerassel und düsterer Friedhofsstimmung gehörig den Grusel.

Und auch Ebenezer Scrooge, dieser geldgierige und kaltherzige Geizkragen, wirkt gleich nicht mehr so bedrohlich, wenn er brüllt: „Weihnachten? Alles Firlefanz und Humbug. Schluss damit!“ Für Thomas Lichtenstein ist Scrooge eine Paraderolle, die er fantastisch spielt.

Scrooge lässt sich bekanntlich vom Geist seines verstorbenen Geschäftspartners bekehren und wünscht sich am Ende nichts sehnlicher als ein friedvolles Fest im Kreise seiner Lieben, fernab von Einsamkeit und Geiz. Der Weg bis dahin führt ihn über drei Geister, die ihm das vergangene, gegenwärtige und zukünftige Weihnachten aufzeigen.

„Die Weihnachten des Mr. Scrooge“ mögen zuckersüß schmecken, aber ist das zu Weihnachten nicht auch einmal erlaubt? Ins Theater gehen und sich verzaubern lassen – das fühlt sich an wie eine wohlige Auszeit für die ganze Familie, ein gern genommenes Geschenk fernab von Stress und Sorgen.

Dass das Stück beim Publikum so gut ankommt, liegt an vielen Zutaten. Da ist einmal die Musik, komponiert von Christoph Iacono und gesungen von wunderbaren Schauspielern. Neben den genannten lassen Sebastian Herrmann, Anna Steffens, Antonia Labs, René Schack und Statisten das Märchen nach Musical duften.

Außerdem hat das Familienstück in Oldenburg eine grandiose Optik. Britta Leonhardt hat farbenprächtige und schrille Kostüme kreiert und dazu Perücken aus bunten Wollhaaren, die die Figuren wie Puppen aussehen lassen.

Gut geschnitzt

Die Bühne von Uta Materne ist wie ein Pop-Up-Bilderbuch mit bunten Lichtern gestaltet. Von der Haus-Silhouette über Mobiliar bis zum Kontrabass sind sämtliche Requisiten aus Holz geschnitzt und zweidimensional angelegt.

Es ist ein großer Spaß für die Zuschauer, wenn ein großartig agierender Rüdiger Hauffe als Buchhalter auf seiner imaginären Holzschnitt-Schreibmaschine hämmert. Ganz im Sinne von: Fröhliche Weihnachten!

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