Dötlingen - Eine „Welturaufführung“ feiern zu können, ist ein besonderes Ereignis. Das würdigte Pastorin Claudia Hurka-Pülsch besonders in der Dötlinger St.-Firminus-Kirche. Unter der Leitung von Pastor i. R. Bernhard Bauch aus Badbergen führten der Gemischte Chor Dötlingen, das Badberger Instrumentalensemble und die Solisten Elisabeth Dopheide (Sopran) und Christian Meyer-Perkhoff (Tenor) am Sonnabend die Kantate „Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi“ erstmals öffentlich vor.
Der Gemischte Chor unter der Leitung von Aldo Brecke hatte viele Probeabende investiert, um den Chorpart einzustudieren. Gleiches galt für das Instrumentalensemble, das aus überwiegend jungen Musikern besteht und auf eine 40-jährige Geschichte zurückblicken kann.
Viel Arbeit und letzte Änderungen im Notenwerk bis zum Schluss steckte Pastor Bauch in die Chor- und Instrumentalsätze. Heraus kamen wunderschöne Passagen, die den Hintergrund der Kantate zur Passionszeit eindrucksvoll unterstrichen.
Wie Bernhard Bauch ausführte, habe die Kantate mit dem Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi und dem Leid, Tod und Hoffen der Menschen heute mehr denn je Aktualität.
Die Texte in der Kantate stammten aus entsprechenden Passagen in der Bibel sowie lateinischen Texten. Bekannte Choräle aus dem Evangelischen Gesangbuch zur Passion und Auferstehung flossen ein, aber auch die von Pastor Bauch stammenden neueren Chor- und Instrumentalstücke.
Ein Projekt, in das die Mitwirkenden viel Ehrgeiz gesteckt hatten. Besonders die Arien der Solisten Elisabeth Dopheide und Christian Meyer-Perkhoff begeisterten. Am Cembalo begleitete Aldo Brecke, Aeri Chang aus Südkorea auf dem Klavier.
Ein optisch stimmiger Rahmen in der Kirche unterstrich die Aufführung des Konzertes, das insgesamt anderthalb Stunden dauerte und von 60 Zuhörern miterlebt wurde.
Allerdings war den Ausführenden, besonders dem Komponist und Dirigent Pastor Bauch, die Anspannung des Abends bei dieser besonderen Premiere anzumerken. Der Chor sang gut, die Musiker spielten gut und die Solisten brillierten, aber eine gewisse Unsicherheit zwischen Dirigent und Ausführenden war spürbar.
Am Sonntag folgte in Badbergen dann das zweite Konzert.
