Die Gilde zur Goldenen Linie 1666 tagte jetzt in der Alten Pastorei in Middoge. Grund war der Besuch eines NDR-Teams, das einen Film über die historischen Streitigkeiten, Händeleien und Animositäten der Harlinger und der Jeverländer drehte. Je 13 Gildemitglieder von diesseits und jenseits der 1666 gezogenen Grenze gehören der Gilde an. Zu erkennen sind die ehemals verfeindeten Delegierten der beiden Landesteile an verschiedenfarbigen Federn und Schärpen. Die Harlinger zeigen sich mit einer weißen Feder am schwarzen Hut. Die Jeverländer kommen mit einer schwarzen Feder am Hut daher.
Ein neues Design hat das Friesische Brauhaus zu Jever seinem Bier-Limetten-Mixgetränk „Jever Lime“ jetzt verpasst. Ab sofort wird das Getränk in Klarglas-Flaschen abgefüllt und bundesweit vertrieben, teilte Brauhaus-Sprecherin Ira Beckmann mit. Zum neuen Auftritt gibt es eigene TV- und Radiospots. Auch beim „Jever Lime“ setzt das Brauhaus auf seine herbe Note. Der Alkoholgehalt beträgt nur 2,5 Prozent.
Wesentlich mehr „Umdrehungen“ hat der Jever-Maibock, der seit Anfang Februar nach längerer Pause wieder zu haben ist. In Sande testeten jetzt die Besucher des Bockbierfestes im Bürgerhaus das Saison-Getränk, das nach alter Tradition als Starkbier gebraut wird. Gastwirtin Christel Goldmann hatte das Fest im Zusammenarbeit mit der Sander Gemeindeverwaltung auf die Beine gestellt. Zwar blieb die Resonanz etwas hinter den Erwartungen zurück, die Gäste hatten aber viel Spaß. „Wede & Co“
sorgte für tanzbare Rhythmen, auch für die ältere Generation. Im kleinen Rahmen ließ man sich so das Bier schmecken. „Irgendwie besser als früher, nicht so süß“, meinte Gerhard Müller nach der ersten Verkostung. Er ließ sich das Bier in fröhlicher Runde zusammen mit seiner Frau Renate sowie Andrea und Ewald Dörnath schmecken.
Nicht nur des Bieres, sondern auch der Sprache wegen weilten jetzt 30 Mitglieder des Bürgervereins Jever im Friesischen Brauhaus. Sie ließen sich durch die Brauerei führen – und zwar „up platt“. Die Gäste wurden von Manfred Heuermann hervorragend betreut, der mit interessanten Details im historischen Museum den Brauprozess erläuterte. Gespickt mit kleinen Anekdoten, die bei allen Beteiligten immer wieder ein Schmunzeln hervorriefen, vergingen die 90 Minuten wie im Fluge. Bei der Verkostung der Bier-Produkte im Schalander waren die Gäste begeistert, dass auch das Servicepersonal die Getränkewünsche auf platt entgegennahm. Die plattdeutsche Führung soll wiederholt werden, kündigte Bürgervereins-Vorsitzende Silvia Jennerich an.
