Rastede - „Noch ein bisschen höher“, sagt Hubertus Joost. Vorsichtig legt er gerade mit Erika Mann letzte Hand an. In weißen Handschuhen hängen sie eines der Gemälde der Oldenburger Künstlerin Astrid Hübbe in einem Saal des Rasteder Palais auf. „Bildgeschichten“, so der Titel der Ausstellung, die am kommenden Sonntag, 25. Mai, um 11.15 im Palais eröffnet wird. Insgesamt acht ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass bis zur Eröffnung alle Bilder gerade an ihrem Platz hängen.
„Die Ausstellung, die etwa 50 Bilder umfasst, besteht aus drei Themen, die die Künstlerin bearbeitet hat“, erklärt Dr. Claudia Thoben, Leiterin des Palais. Die Bildgeschichten bestehen dabei aus verschiedenen Einzelbildern, die Astrid Hübbe jeweils in einem Bild zusammengefast hat. „Der Betrachter kann dabei seine Fantasie spielen lassen und sich eine Geschichte ausdenken, was in den Bilder gerade passiert“, sagt Claudia Thoben. „Die Künstlerin ermutigt dazu, etwas in den Bildern zu sehen.“
Das zweite Thema der Ausstellung lautet „Inselkinder“. „Dort sind Inseln zu sehen, die auf Scheiben stehen“, berichtet Thoben. Genau wie die Bildgeschichten sind auch sie aus Einzeldarstellungen komponiert. Die dritte Serie, „Behausungen“, stellen laut Claudia Thoben ein besonderes Charakteristikum der Arbeit Astrid Hübbes dar. „Die Bilder sind unscharf. Sie hat nicht alle Flächen ausgearbeitet.“ Auch hier bleibt Raum, in dem sich der Betrachter in Gedanken ausmalen kann, wie es dort weitergeht. Dort sind beispielsweise moderne Villen zu sehen, mystische Behausungen, die in einem Wald stehen oder auch ganze Stadtlandschaften. So verwandeln sich undefinierte Räume in persönliche Orte. In anderen Gemälden werden gewöhnte Raumstrukturen aufgelöst, um neue Landschaften zu bilden. Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag wird nach der Begrüßung durch Claudia Thoben Dr. Hartmut Berlinicke von der Galerie Wildeshausen die Besucher in die Arbeiten der Künstlerin einführen. Für die musikalische Untermalung wird die Percussion-Musikerin Ulla Schmidt sorgen.
Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 27. Juli jeweils mittwochs bis freitags sowie sonntags zwischen 11 und 17 Uhr.
