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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kabarett-Tage In Oldenburg: Bis zum letzten Klingelton

10.01.2015

Frage: Warum sind Sie eigentlich kein Lehrer geworden?

Schroth: Weil ich glaube, dass ich ein denkbar schlechter Lehrer geworden wäre. Ich kann zwar gut Geschichten erzählen, aber mir fehlt die Geduld, jemandem etwas zu erklären.

Frage: In Ihrem Programm „Null Fehler“ haben Sie den gestressten Alt-68er Pädagogen Olaf Laux (Deutsch/Geschichte) reaktiviert, der aber schon bei der Erstauflage vor 20 Jahren kurz vor dem Burnout stand.

Schroth: Olaf läuft nicht davon. Er hält durch bis zum letzten Klingelton.

Frage: Haben Sie in Lehrerkreisen recherchiert?

Schroth: Ja, denn ich kenne einige Lehrer privat. Manche haben mich allerdings nicht in den Unterricht gelassen, aus Angst, im Programm vorzukommen.

Frage: Macht es besonderen Spaß, über Lehrer Witze zu reißen?

Schroth: Sicher, wir haben uns früher ja auch als Schüler über sie lustig gemacht. Aber ich habe auch großes Verständnis für Lehrer, denn sie haben es heute oft schwerer als noch vor 20 Jahren.

Frage: Warum?

Schroth: Olaf Laux meint, früher gab es keine Eltern. Will sagen, viele Mütter und Väter treten heute in der Schule sehr dominant auf und mischen sich in alles ein. Jede Note wird einzeln diskutiert. Man muss schon eine starke Persönlichkeit sein, um durchzuhalten. Auf dem „Infoabend“ in der Oldenburger Kulturetage wird Olaf seine Nöte schildern.

Frage: Was sagt er denn zu den ständigen Reformen wie G8 und G9, Turbo-Abi, Inklusion?

Schroth: Das wird selbstverständlich auch gestreift. Gerade in Niedersachsen ging es ja zuletzt hin und her. Vor allem die Inklusion steht oft als großes Thema auf dem Papier, ohne dass die Voraussetzungen für eine sinnvolle Umsetzung gegeben sind.

Frage: Mit „Null Fehler“ starteten Sie vor 20 Jahren Ihre Sololaufbahn. Was hat sich in zwei Jahrzehnten im Kabarett verändert?

Schroth: Vor allem gibt es heute deutlich mehr Künstler in diesem Genre als früher, egal ob man sie als Kabarettisten, Comedians oder wie auch immer bezeichnet. Das Angebot hat sich also gewaltig ausgedehnt. Gleichzeitig steigt aber auch die Nachfrage beim Publikum. Die Lust am Live-Erlebnis wird auch in Zukunft nicht verschwinden, wie ja die Oldenburger Kabarett-Tage beweisen.

Frage: Was ist in Ihren Augen deren Erfolgsrezept?

Schroth: Die Qualität stimmt, das gilt für die Programme und die Veranstaltungsorte. Die Abstimmung findet an der Kasse statt.

Frage: Herr Laux jedenfalls scheint ein gern gesehener Gast zu sein. Gönnen Sie ihm trotzdem bald seine Pensionierung?

Schroth: Mal sehen. Ich selbst möchte aber nicht mit ihm tauschen. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und muss als freiberuflicher Kabarettist zum Glück noch nicht in Rente.

Verspricht ein Programm mit null Fehlern: Horst Schroth .. BILD: Kulturetage/Oliver Fantitsch

Alle Termine der 20. Oldenburger Kabarett-Tage

Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto „Durchblick“. Auftritte gibt es im Unikum und der Kulturetage. Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr.

Erwin Grosche gastiert am 15. Januar mit „Der Abstandhalter“ im Unikum.

Jochen Malmsheimer kommt am 16. 1. mit dem Programm „Ich bin kein Tag für eine Nacht“ in die Kulturetage (ausverkauft).

Robert Griess gastiert am 21. Januar mit „Ich glaub’, es hackt“ im Unikum.

Florian Schröder kommt am 28. Januar mit „Entscheidet Euch“ in die Kulturetage.

Reiner Kröhnert gastiert am 31. Januar mit „Mutti reloaded“ (Unikum).

Martin Buchholz kommt am 5. Februar mit „Macht! Menschen!“ ins Unikum.

Horst Schroth gastiert am 6. Februar mit „Null Fehler – Herr Laux“ (Kulturetage, bereits ausverkauft).

HG. Butzko tritt am 11. Februar mit seinem Programm „Super Vision“ auf (Kulturetage).

www.unikum.de

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