BISSEL - Curt R. Lehmann wusste schon früh ganz genau, was aus ihm einmal werden sollte. Während andere Kinder von einem Beruf als Feuerwehrmann oder Lokomotivführer träumten, stand für Lehmann schon als vierjähriger Steppke fest: „Ich werde Tierplastiker.“
Der Künstler aus Bissel lacht, wenn er diese Geschichte erzählt. Doch so ungewöhnlich sich der Traumberuf „Tierplastiker“ für einen kleinen Jungen auch anhören mag, war es nur die logische Folge: „Ich habe früher oft meinem Vater zugeschaut, wenn er in der Werkstatt gearbeitet hat“, erzählt Lehmann. Sein Vater Peter Lehmann war Bildhauer und ist unter anderem Schöpfer der berühmten Plastik „Schweinehirt und seine Herde“ am Eingang der Bremer Sögestraße.
Wer sich die Arbeiten von Curt Lehmann anschaut, stellt fest, dass der inzwischen 41-Jährige damals in der Werkstatt seines Vaters ziemlich genau aufgepasst haben muss. Unzählige Tierarten, von Gänsen, Katzen bis hin zu einem Dromedar sind in seinem Atelier zu bestaunen – obwohl sie alle aus Ton bestehen, wirken sie durch die Detailtreue Lehmanns beinahe lebensecht. „Ich liebe Tiere und versuche in meinen Werken nicht nur ihr formales Äußeres, sondern ihr Wesen zu erfassen“, sagt Lehmann, der sich zur Beobachtung entweder in den Zoo oder aber in die freie Natur begibt.
Am Sonntag, 2. Oktober, nimmt Curt Lehmann am Tag der Regionen teil. Die Ausstellung in der Bisseler Straße 17 ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Ferner wird er an der Töpferscheibe vordrehen und die Drehkurse vorstellen, die er seit knapp 20 Jahren an der Werkschule, Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit, in Oldenburg gibt.
