Jever - Sichtlich gerührt war Jugendhausleiter Detlef Berger am Sonnabend angesichts der großen Teilnahme an der Feier „35 Jahre Jugendzentrum in Jever“. Neben Vertretern aus Rat und Verwaltung und des Stadtjugendrings sowie Bürgermeister Jan Edo Albers und Jevers Ehrenbürger Dr. Fritz Blume waren auch viele Wegbegleiter und Freunde des Jugendzentrums in das Gebäude am Dr. Fritz-Blume-Weg 2 in Jever gekommen.
Darunter war auch Bernd Stuckenbrok, der zehn Jahre lang bis zu seinem Ruhestand 2002 im Jugendhaus gearbeitet hat. Sein unermüdliches Engagement – unter anderem hat er dem Jugendhaus ein Fahrzeug beschafft – beeindruckt Berger bis heute: „Daher freue ich mich sehr, dass er heute hier ist. Das bedeutet mir unglaublich viel – ich bin immer noch ein bisschen wackelig auf den Beinen“, sagte er.
Viel Lob gab es von Bürgermeister Jan Edo Albers – nicht nur für Stuckenbrok, sondern auch für Detlef Berger, sein Team und alle Unterstützer des Hauses. „Nur so konnte die Einrichtung so erfolgreich werden“, betonte Albers. Dabei erinnerte er sich an seine eigene Jugend, in der er als Mitglied des Stadtjugendrings selbst viel mit dem Jugendhaus zu tun hatte. „Davon gibt es sogar ein Foto, es hängt nebenan. Da war ich nur halb so breit wie heute“, scherzte er.
Dass es heute eine Jugendzentrum in Jever gibt, liegt übrigens an der 1976 aufflammenden Initiative einiger junger Menschen, die einen Treffpunkt für sich, also ein Jugendhaus in Jever, forderten. 1977 gründete sich, unterstützt vom damals 80-jährigen Fritz Levy, die „Interessengemeinschaft Jugendzentrum Bahnhofshotel“. Die Jugendlichen durften schließlich das 430 Quadratmeter große Bahnhofshotel nutzen; neben Musik und Partys stand die politische Jugendarbeit im Vordergrund. Daran erinnert sich auch Detlef Berger, der in Jever aufwuchs und inzwischen seit 20 Jahren im Jugendhaus tätig ist. Das Jugendzentrum Bahnhofshotel durchlebte wilde und wechselhafte Jahre bis zur Neuausrichtung zwischen 1997 und 2000. Dann gab es ein neues Gebäude, ein neues Konzept und einen neuen Namen: Jugendhaus Jever. „Heute sind wir ein modernes Kommunikationszentrum für alle“, sagte Berger. Inzwischen hat das Jugendhaus nicht nur den offenen Bereich, sondern auch viele Angebote, zudem gibt es Kooperationen mit Schulen und anderen Einrichtungen.
Für Musik auf der Feier sorgte Tim Grögor, gute Unterhaltung bot der Poetry-Slam.
