Westerstede - Egal, ob blau-schwarzer Adler, grüner Ford, roter Karmann-Ghia, weißer MG, dunkelroter Opel, baliblauer VW-Käfer oder ein Opel Manta in leuchtendem Orange: Eines hatten die liebevoll gepflegten Fahrzeuge, die jetzt auf dem Alten Markt zu bestaunen waren, gemeinsam: Sie waren Blickfang und Bereicherung des Frühjahrsmarktes.
Mehr als 60 Fahrzeuge, darunter spritzige Sportwagen, behäbige Limousinen und imposante Vorkriegsfahrzeuge, standen dicht an dicht aneinandergereiht. „Viele Leute haben Klappstühle und Tische mitgebracht und schwelgen mit interessierten Besuchern in Erinnerungen“, erzählte Hartmut Lüers vom Organisationsteam. Man habe über Fachzeitschriften und die NWZ einen ungezwungenen Aufruf zum Oldtimer-Treffen in Westerstede gestartet: „Das kommt bestens an. Es sind weit über 100 Personen mit ihren Oldtimern angereist“, freute sich Hartmut Lüers.
Die Teilnehmer seien aus dem Ammerland, aus Ostfriesland, der Wesermarsch, aus Oldenburg, ja sogar aus Bremen und Diepholz mit ihren blitzenden „Lieblingen“ gekommen. Vertreten waren die Marken Borgward, Triumph, Volkswagen, Mercedes, NSU, MG, Opel, Ford und viele weitere. Auch einige Vorkriegsmodelle gab es zu sehen. Mit einem Adler Trumpf junior, Baujahr 1939, 25 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h war Bernd Hinrichs aus Lindern vertreten. „Dieses Auto habe ich 2008 bei Ebay ersteigert. Es kommt aus Gifhorn“, erinnert er sich. „Es ist ein schönes Fahrgefühl.“
Das Ehepaar Petra Fuhr und Stefan Töpfel, Moorburg, ist seit zwei Jahren Besitzer eines 45 Jahre alten VW Karmann-Ghia: Die geschwungene und sportliche Form sei ausschlaggebend für den Kauf gewesen. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Spaß macht, ein Auto zu pflegen“, lacht Stefan Töpfel.
Auch gut ein Dutzend Motorräder waren zu bestaunen. Ferner war der Kreidler-Club Zetel-Bockhorn mit elf Mopeds, Baujahre 1959 bis 1982, beim Treffen dabei. „Wir hatten früher als Jugendliche unseren Treffpunkt beim damaligen Gummibahnhof“, erzählen Erwin Henkensiefken aus Halsbek und Lothar Scholz aus Ocholt, der noch heute dasselbe Kreidler-Moped fährt, das inzwischen 52 Jahre alt ist, aber „top in Schuss“. Auch Werner Kunzmann aus Westerstederfeld ist Mitglied in dem Club: „Früher bin ich Kreidler gefahren.“ 1972 hat er sich den roten NSU 1200 TT gekauft: „Ich bin Erst-Besitzer“, erzählt er stolz.
