Ihr Glück nicht fassen konnte am Donnerstagabend Tatjana Jünger, als der namhafte Cellist Alban Gerhardt mit seinem Instrument vor ihrer Tür in der Kellerstraße 14 in Sandkrug stand. Der Musiker wollte sein Versprechen erfüllen, in der von ihrem Mann Stefan Jünger geführten Physiotherapiepraxis ein Life-Konzert zu geben. Sie hatte im Radio einen Aufruf gehört, dass der Musiker den Oldenburger Sender O-eins besuchen würde und abends zu einem privaten Kurzauftritt bereit sei. Interessierte sollten sich bei dem Sender melden. Als Tatjana Jünger erfuhr, dass sie zur „engeren Wahl“ gehörte, musste sie innerhalb einer halben Stunde für ein musikalisch interessiertes Publikum sorgen und den Praxisraum für das „Kammerkonzert“ herrichten. 30 Musikfreunde aus dem Bekanntenkreis der Jüngers hatten dann die große Freude, aus nächster Nähe einen begnadeten Solisten kennenzulernen. Gerhardt hat weltweit schon mit über 150 Orchestern gespielt. Darunter sind so klangvolle Namen wie das City of Birmingham Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Los Angeles Philharmonic Orchestra oder die Münchner und Berliner Philharmoniker. Zwar war nur ein „Blitzkonzert“ von zehn Minuten angekündigt worden; letztlich blieb der Berliner Star-Cellist eine Stunde und nahm sich Zeit für Gespräche mit seinen Gästen, die von seiner Interpretation von zwei Suiten von Johann Sebastian Bach in D-Moll und F-Dur tief beeindruckt waren. Sie spendeten dem dreifachen „Echo“-Musikpreisträger (1998, 2003 und 2009) reichlich Applaus. Wichtig sei ihm mit derartigen Aktionen, alte Hör- und Konzertgewohnheiten aufzubrechen und die Klassische Musik einer jüngeren Hörerschaft zu öffnen, so der 41-Jährige.
Die Vorbereitungen sind getroffen, die Schau kann kommen: Rund 180 Kaninchen aus 28 Rassen und Farbschlägen präsentieren die Züchter des Rassekaninchenzuchtvereins I 102 Wildeshausen an diesem Sonnabend, 30. Oktober (9 bis 18 Uhr), und am Sonntag, 31. Oktober (9 bis 17 Uhr) in der Ausstellungshalle der Firma Auto-Wilke an der Glaner Straße in Wildeshausen. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung an diesem Sonnabend um 15 Uhr von der stellvertretenden Bürgermeisterin Christa Plate. Einige Kinder sahen am Freitag schon einmal den Preisrichtern über die Schulter. Das ovale Bild links zeigt Juror Walter Borchers (Wardenburg), Mathilda, Juror Rolf Frerichs (Sulingen), und Lina (von links) mit einem Kaninchen.
Keinesfalls nur um Bobs, Zöpfe oder Kurzhaarschnitte ging es den Vertretern der Mittelstandsvereinigung (MIT) Wildeshausen beim Besuch im Salon von Friseurmeister Bernd Niester. Er und sein Team hatten den Wirtschaftspreis 2009 der Stadt und der MIT gewonnen. Grund genug, einmal die Welt der Frisurenmode vorzustellen. „40 Prozent der deutschen Männer gehen nicht zum Friseur“, wusste Niester aus aktuellen Statistiken zu berichten. Seinen Gästen servierte der Coiffeur zudem allerlei Köstlichkeiten: „Ich habe gar nicht gewusst, ob ich in einer Gaststätte oder beim Friseur bin“, flachste Stefan Iken vom MIT-Vorstand.
König von Großenkneten für einen Tag wurde der 25-jährige Michael Cording. Im Rahmen der Sendung „Schlag den Rat“ von „Radio Bremen vier“ setzte sich der Kandidat souverän gegen die vier Ratsmitglieder Arne Koopmann, Thorsten Schmidtke, Petra Spille-Kloft und Lothar Zidek in unterschiedlichen Disziplinen wie „Rasenmäher fahren“ oder „Google-Contest“ durch. Die letzte Spielrunde am Freitag entfiel, weil Cording uneinholbar vorn lag. Standesgemäß rollte Bürgermeister Volker Bernasko am Freitag den roten Teppich vor dem Rathaus aus. Mit Sekt und Schnittchen wurde der Sieg gefeiert.
Nicht jedes Experiment gelingt: Diese Erfahrung musste Dr. Marco Beeken am Freitagabend bei der Eröffnung der „Langen Nacht der Experimente“ auf dem Bernay-Platz in der Cloppenburger Mühlenstraße machen. Der Erfinder von „Pub Science“ hatte eine riesengroße Wunderkerze entzündet, die eigentlich unter Wasser weiterbrennen sollte. Anschließend brannten 45 Schüler des Clemens-August-Gymnasium und 20 des Gymnasiums Wildeshausen jedoch ein wahres Feuerwerk ab: Insgesamt 25 Experimente führten die naturwissenschaftlich interessierten Schüler in insgesamt acht Cloppenburger Kneipen vor. Beeindruckt zeigte sich die niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) – selbst Mathematik-Professorin – von der Idee „mit den Experimenten dahin zu gehen, wo die Menschen sind“. Vor rund 100 Gästen ermunterte sie vor allem die jungen Frauen, naturwissenschaftliche Fächer zu studieren.
