BOCKHORN - Im evangelischen Kindergarten in Bockhorn wird Ganztagsbetreuung eingeführt. Das ist aus den Beratungen im kommunalen Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Soziales Dienstagabend im Rathaus abzulesen. Unter Leitung von Heinke Sieckmann (CDU) sprachen sich alle Mitglieder des Gremiums dafür aus, einem entsprechenden Antrag der Kirchengemeinde zu folgen.
Bürgermeister Ewald Spiekermann erläuterte die Regelungen, die ab August gelten sollen. Dann werden 25 Kinder vier Stunden in einer bestehenden Vormittagsgruppe von zwei Erzieherinnen betreut. Aus dieser Gruppe werden zehn Kinder nachmittags vier Stunden im Kindergarten bleiben und von einer Erzieherin in einer Kleingruppe umsorgt.
Zusätzliche Kosten
Die Zustimmung war einhellig. Matthias Ihmels (SPD): „Ganztagsbetreuung wird ein großes Thema, gerade, wenn eine Gemeinde um junge Familien werben will.“ Harald Duttke (FDP): „Die zusätzlichen Kosten von 5700 Euro tun der Kommune weh, aber es ist ein langgehegter Wunsch der Eltern.“ Mario Skrzipcyk (BfB): „Es wird endlich Zeit, dass das kommt. Aber es kann nur der Anfang sein, wir müssen die Betreuung auch in die Abendstunden ausdehnen.“
Gleiches bekundete Christa Hoppenheit (UWG). Thorsten Krettek (CDU): „Die Gemeinde Bockhorn ist bei Kindergärten und Schulen schon gut aufgestellt. Jetzt schließen wir eine Lücke für berufstätige Eltern. In Bockhorn tut sich etwas im Wettstreit mit anderen Kommunen.“
Spiekermann goss aber Öl aufs Wasser: „Wir müssen über Gebührenordnungen in den Kindergärten nachdenken. Andere Gemeinden langen bei Krippen gewaltig hin. Wir werden Ende dieses Jahres mit den Trägern der Einrichtungen über neue Strukturen reden müssen.“ Die Eltern verpflichten sich für ein Jahr, ihre Kinder ganztags in den evangelischen Kindergarten zu schicken. Das ist auch eine Kostenfrage. Es gab noch einen Zusatz: Bei der Aufnahme in die neue Kleingruppe sollen berufstätige Alleinerziehende und dann berufstätige Eltern bevorzugt werden.
Auch Interesse an Krippe
Die Leiterin des kommunalen Kindergartens, Sigrid Menzel-Goldenstein, stellte das Konzept fürs „Spatzennest“ vor, der neuen Kinderkrippe in Grabstede, die bereits besteht, obwohl der Ausbau der Kindergartens noch gar nicht offiziell eingeweiht wurde. Das Interesse von Eltern sei jedenfalls enorm.
Sonja Fröllje wurde als Nachfolgerin von Petra Barteldt (Initiative für Kinder, Jugend und Familie in Bockhorn, KiBo) als beratendes Mitglied im Ausschuss verpflichtet.
