BOCKHORN - „Mit Idealismus und Optimismus immer seinem Ziel auf der Spur, Dienst am Bürger für freie Zeit in Sicherheit zu leisten“: Das zeichnet Gert Lämmel aus, den Ehrenvorsitzenden der DLRG-Ortsgruppe Bockhorn-Zetel – und das schon seit 50 Jahren. Solange zählt er zu den Rettungsschwimmern, und dieses besondere Engagement wurde am Sonntag mit einem Empfang im Aus- und Fortbildungszentrum in Bockhorn gewürdigt.

Seit 1959 in der DLRG

Der aktuelle Vorsitzende der Ortsgruppe, Uwe Lämmel, zeichnete den Werdegang seines Vaters nach, der am 30. Mai 1959 in Glücksstadt zur DLRG gestoßen war und seit 1979 die Bockhorner Ortsgruppe geleitet hatte. Unter der Regie Gert Lämmels wuchs die Mitgliederzahl schnell. 1981 wurde ein Vereinsheim eingeweiht, welches später nach und nach ausgebaut wurde. Altkleidersammlungen wurden seit 1989 organisiert, im selben Jahr trat die DLRG-Gruppe dem Wasserrettungszug des Landkreises Friesland bei, erster Zugführer war natürlich Gert Lämmel. Landrat Sven Ambrosy kam daher ebenfalls zum Gratulieren nach Bockhorn. 1995 trat Lämmel vom Vorsitz zurück, gleichzeitig wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

„Gert Lämmel war immer da, wenn man ihn brauchte“, erklärte Rolf Mrosek, der Vorsitzende des DLRG-Bezirkes Oldenburg-Nord, und überreichte dem Jubilar das Mitgliedsehrenzeichen in Gold. „Auf ihn konnte man sich immer verlassen“, erklärte auch Ewald Freese für den DLRG-Landesvorstand. Die Bürgermeister Ewald Spiekermann (Bockhorn) und Heiner Lauxtermann (Zetel) wiesen auf die sehr gute Zusammenarbeit mit Lämmel hin.

Schwimmen unterrichtet

Spiekermann: „Er war für uns auch von 1981 bis 2004 als Schwimmmeister und Badbetriebsleiter tätig. Einen besseren Mitarbeiter hätten wir uns für unser Erlebnisbad nicht vorstellen können.“ Lauxtermann fügte hinzu: „Gert Lämmel hat die DLRG nicht nur auf dem Schirm, sondern auch im Herzen.“ Andreas Krumnow, früher Leiter des Kinderhauses Collstede, erinnerte daran, dass Gert Lämmel im Schwimmbad dieser Einrichtung ungezählten Kindern aus der Friesischen Wehde das Schwimmen beigebracht hat.

Weiterhin im Einsatz

Gert Lämmel dankte vor allem seiner Frau Annemarie für die Unterstützung und bekannte: „Ich möchte diese 50 Jahre in der DLRG nicht missen.“ Dabei ist der Einsatz noch längst nicht zu Ende, weiterhin engagiert sich Lämmel als Rettungsschwimmer, vor drei Wochen erst hatte er eine Großmutter samt Enkel aus Wassernot befreit. Insgesamt, so berichtete Lämmel, habe er in seiner langen Hilfszeit vier Menschen wiederbelebt. Und weiterhin steht Gert Lämmel montags bis freitags um 4.44 Uhr auf dem Parkplatz des Erlebnisbades, um es für rund 130 Frühschwimmer vorzubereiten.